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 Liliput Forum Archiv - Stand 17. November 2008
 Plaudereien aus dem Kinder und Familien Alltag
 «wie Weit darf ich gehn» Phase,ich kann nicht mehr
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jani

Schweiz
420 Beiträge

Erstellt am: 22.04.2008 :  19:59:43 Uhr  Profil anzeigen
Ich hatte heute so ein richtig schlimmer Tag. Meine Tochter (2 ein halb) ist um & uhr quängelig aufgestanden.. das zog sich den ganzen Tag so durch.
Sie testet im Moment, wie weit darf ich gehen...
Ich weiss mir nicht mer zu helfen. Wenn sie etwas tut, was sie nicht soll z.B.: Spielzeug nach mir werfen.. extra sachen kaputt machen.. auf den Esstisch steigen.. mit dem Essen spielen usw., sage ich ihr, dass ich dass nicht möchte, und falls sie es nochmals macht, ich sie ins Zimmer schicke/ ihr dass Essen oder das Spielzeug wegnehme.
_Doch es bringt NICHTS!
Sie lernt nicht daraus.. macht sogar extra weiter.. anfangs bleibe ich ja ruhig, doch wenn es sich, wie heute, denn ganzen Tag so durchzit.. liegen meine Nerven blank.. ich werde auch laut.. obwohl ich dass nicht möchte, doch es passiert!
Was kann ich anderst machen? Wie bringe ich ihr bei, bei gewissen Sachen zu "folgen"?
Es gibt ja auch gefährliche Sachen, welche sie tut.. doch da reagiert sie ebenfall nicht wirklich drauf.

Ich mag nicht mer.. bin verzweifellt.. müde.. und möchte nicht immer die "böse" sein.
Wer kann mir einen Tipp geben?

Nuggitante

Schweiz
1352 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  20:10:04 Uhr  Profil anzeigen
hallo jani

deine tochter will eine grenze von dir haben.
und die bekommt sie nicht indem du sie einmal ins zimmer schickst und sie dann wieder raus kommt.
das geht immer so weiter, das zauberwort heisst konsequenz.
wie beim ins bett bringen, immer und immer wieder von vorne anfangen.

so ein tag kann sehr anstrengend sein, ich weiss.
am freitag hatte ich auch so einen, das kind ist auch 2.5j alt.
ich bin ruhig geblieben, habe sie während dem toben und schreien ignoriert, ihr aber deutlich erklärt, dass sie mich nicht schlagen und beissen darf. hat sie es wieder getan, habe ich sie festgehalten ("hättest du mich festgehalten" von jirina prekop), und sie hat noch mehr geschrien und getobt.
irgendwann beruhigte sie sich wieder und fing normal an zu weinen, das soll sie auch.
dann ist sie ansprechbar und ich kann mit ihr reden. dann versteht sie was ich von ihr will und was nicht.

meistens kann man nicht mehr machen als das kind in der situation ernst nehmen, zuhören wenn sie was sagen wollen, auch wenn sie wütend sind und selbst ruhig bleiben.
mit anschreien und strafen kommst du überhaupt nicht weiter, du erreichst gar nichts ausser dass du deine schwachstelle zeigst.

hier ein paar tips für bücher, die ich sehr empfehlen kann:

"wüten, toben, traurig sein" von aleta j. solter
"kinder brauchen grenzen" von jan-uwe rogge
"wenn kinder trotzen" auch von jan-uwe rogge
"der kleine tyrann" von jirina prekop

viel mut und kraft

Nuggitante

Bearbeitet von: Nuggitante am: 22.04.2008 20:18:30 Uhr
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jani

Schweiz
420 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  20:19:22 Uhr  Profil anzeigen
Herzlichen Dank für die Buch-Tips!
Ich werde gleich morgen schauen, wo ich eines der beiden bekomme.

Sie hört mir eben auch nicht zu, wenn sie ruhig ist. Sie schaut an mir vorbei.. oder lenkt zu einem anderen Thema ab.
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xena

Schweiz
1152 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  20:25:35 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jani
Ich kenne das zur genüge
die kleine merkt das du dich ärgerst und das findet sie Cool.
Also versuche eine klare Ansage zu machen: Wenn du mir nochmals Spielsachen hinterher wirfst, werde ich die Spielsachen wegräumen.Tu es dann auch, bleibe hart,
Auf denn Tisch klettern: Wenn du nochmals auf den Tisch..... gehst du in dein Zimmer, für deine Maus währen das 2,1/2 Minuten. dann darf sie wieder rauskommen.
Bleibe Cool dabei ja nich ärgern lassen.
Deine Ansage muss klare Konsequenzen haben,die Konsequenz muss die kleine Treffen.
Zbs.unser 1 Kind. wenn du.....dann giebts am Abend kein Fernsehen.
unser 3 Kind. wenn du.....kein Radio höhren im Bett.
Unsere älteste hat immer die Türe geknallt, es gab ein Verwarnung: Wenn du die......Dann wir Papa sie aushängen.
Türe geknallt, ausgehängt und dann war Sonntag Besuch kam und alle haben gefragt, Warum ist denn bei deinem Zimmer die Türe abgehängt?
Sie hat sie nie mehr geknallt!

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xena

Schweiz
1152 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  20:27:38 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Nuggitante
Habe die Bücher von Jan-Uwe Rogge,die sind Klasse!
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Nuggitante

Schweiz
1352 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  20:30:00 Uhr  Profil anzeigen
jani, sorry ich habe meine antwort bearbeitet und weitere buch-tips aufgeschrieben.
ja klar, sie ist sich voll bewusst was sie tut und testet dich.
dran bleiben, ernst und ruhig mit ihr sprechen.
wenn sie allerdings schon am toben und schreien ist, hört sie dich nicht mehr.
warte einfach bis sie wieder ruhiger geworden ist und setz dich mit ihr hin und rede mit ihr.
oft entstehen solche schreiattacken weil das kind etwas nicht vesteht was man gerade von ihm will oder eben nicht. erklären ist da wichtig.
ein "nein (das darfst du nicht)" ist unklar, wenn es auch heissen könnte " ICH möchte nicht, dass du jetzt diese legosteine rumschmeisst. es stört MICH, ICH stolpere darüber oder es sind schon so viele sachen auf dem boden, mit denen du spielen kannst, verräume zuerst diese.
immer in ICH-botschaften reden, nicht "du hast schon wieder oder immer machst du.....
auch zeit ist wichtig.
wenn du weg musst, dann sag deinem kind 20 minuten vorher dass es bald soweit ist und dass es mal mit aufräumen oder sonstigem beginnen soll, wenn nötig mit deiner hilfe. immer wieder drauf hinweisen, dass es jetzt bald soweit ist und wenn es soweit ist, dann los. es wusste es und es hatte genug zeit, dann kannst du darauf bestehen, dass es sich jetzt parat macht und mitkommt. die nächsten male wird es das wissen und es wird immer besser.
ein jetzt sofort überfordert ein kleines kind in dem alter, es muss sich darauf vorbereiten können.

Nuggitante
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  20:38:36 Uhr  Profil anzeigen
@jani - nuggitante hat praktisch alles gesagt, was man in einer solchen Situation dazu sagen kann!

Meiner ist auch 2 1/2 Jahre. Er geht täglich an die Grenzen und fordert mich heraus wo er nur kann. Und das bestimmt schon seit 3 Monaten! So zum Beispiel kann er, wenn wir unterwegs sind, einfach mal schnell auf die Strasse rennen!

Ich bin manchmal so wütend auf ihn, habe grosse Angst um ihn und könnte ...!!! Aber ich versuche so gut es geht ruhig zu bleiben und konsequent zu sein!

Ich versuche ähnlich zu handeln, wie nuggitante und xena das beschrieben haben!

Kürzlich habe ich eine "Waffe" entdeckt, die enorme Wirkung hat. Fühle mich zwar immer mega gemein, wenn ich das sage. Aber wenn nichts mehr hilft, tu ich es trotzdem. Also. Ich sagte letztens aus heiterem Himmel zu meinem Sohn: "Ho, Ho, ho!" Er fragte: "Mami was machsch du?" Ich antwortete: "Ich rufe den Samichlaus". Er: "Nei, wieso?" Ich: "Weil du wieder die ganzen LEGO ausgeleert und in der Wohnung verteilt bzw. "rumgeworfen" hast. Du weisst ganz genau, dass ich das nicht will! Nun rufe ich den Samichlaus, damit er die LEGO's abholt!" Über die Wirkung bin ich selber erschrocken. Er fing fürchterlich an zu weinen und räumte sätmliche LEGO in die Kiste. Danach fragte er mich ganz ängstlich: "Mami, chond jetzt de Samichlaus". Ich beruhigte ihn dann und sagte, dass es jetzt ja nicht mehr nötig sei, weil alles aufgeräumt ist!

Ja, ja bestimmt nicht eine "pädagogische" Höchstleistung ich weiss!
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siby


3025 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  21:03:05 Uhr  Profil anzeigen
Jani auch ich kenne das zur Genüge.

Versuchs mal mit Ich-Botschaften und nicht mit "wenn du, dass und das machst...gibts die und die strafe"

Sondern vielleicht "Ich will nicht, dass du die Bauklötzli herum wirfst, da z.bsp der Glastisch kaputt gehen kann, sonst muss ich dir (leider) die Klötzli wegnehmen." Du musst es dann aber auch tun!

Meine Kinder suchen auch immer wieder die Grenzen, und ihnen immer die Grenzen zu geben und konsequent zu sein ist wahnsinnig schwierig. Auch ich kann das nicht immer, aber wir sind alles Menschen und machen Fehler, aus diesen können wir dann lernen. Auch mir passiert es leider ab und zu mal, dass ich ihnen mit Sachen "drohe". Ist mir gerade aufgefallen, als ich zu diesem Beitrag schreibe. Ich hab letztens auch zu meiner Tochter gesagt...Mädchen hör mal, du darfst draussen Velo fahren, aber wenn du abhaust (macht sie hin und wieder grrrrrr), dann kommt dein Velo in den Keller und wir gehen in die Wohnung. Naja ich würds auch tun, so ist es ja nicht, aber es ist halt nicht die feine Art.

Bearbeitet von: siby am: 22.04.2008 21:10:27 Uhr
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xena

Schweiz
1152 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  21:08:38 Uhr  Profil anzeigen
Siby
Ich frage mich manchmal wann ist es drohen und wann eine Konsequenz?
Oder ist Konsequent das neue Wort für drohen?
Kann meinen Mann nicht Fragen der Arbeitet
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siby


3025 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  21:10:00 Uhr  Profil anzeigen
Ich glaube drohen ist dann, wenn mans nicht umsetzt. Deswegen hab ich ja mein drohen in Anführungszeichen gesetzt.

Helmi oder Nuggitante werden sich sicher noch dazu äussern.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  21:16:38 Uhr  Profil anzeigen
... mmmh ... wenn ich die beiden gerade aktuellen Beiträge von jani lese, wird mir fast anders. Konsequent sein ... nicht drohen ... positiv Formulieren ... Nerven nicht verlieren ... ruhig bleiben ... ICH Botschaften ... kurze Sätze ... nicht lange reden ... handeln ... verständlich für das Kind ... und ... und ... und

Dies alles in einer Situation, die in sekundenschnelle da ist und genauso schnell vorbei!

Hut ab vor all denen, die das zu 100% im Griff haben. Also ich darf mich da mit Sicherheit nicht dazu zählen!

@siby - was ist an diesem Satz, den du geschrieben hast, denn falsch?

"Mädchen hör mal, du darfst draussen Velo fahren, aber wenn du abhaust (macht sie in und wieder grrrrrr), dann kommt dein Velo in den Keller und wir gehen in die Wohnung."

Darf ich das als Beispiel nehmen und fragen, was daran "nicht die feine Art" ist!
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Räubertochter

Schweiz
1834 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  21:22:47 Uhr  Profil anzeigen
Orphan, "Mut zur Unvollkommenheit"!!!
Mit sicherheit schafft das keiner zu 100 Prozent, man kann sich einiges bewusst machen.Sich Dinge angewöhnen. Aber manchmal wird einem ganz schwindlig von den vielen Dingen die man sollte oder eben nicht. Wir haben halt alle kein Handbuch für unsere Kinder....... :-)
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siby


3025 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  21:31:41 Uhr  Profil anzeigen
Naja es ist halt keine Ich-Botschaft, sondern ich droh ihr eine Strafe an....ich müsste es halt eigentlich anders ausdrücken so in der Art.

Ich will, dass du hinter dem Haus fährst und nicht wegfährst (sie kennt ja eigentlich die Grenzen wie weit sie gehen kann), sonst können wir nicht draussen spielen und ich muss dein Velo in den Keller stellen.

Ich schreib dir mal eben etwas aus meinen Kursunterlagen
" Negative und positive Gefühle können durch Ich-Botschaften ohne Anklagen oder Verurteilung geäussert werden. Die Ich-Botschaft gibt zum einen eine neutrale Beschreibund der Situation und zum anderen gibt sie Auskunft über das begleitende Gefühl. Beim Kind wird dadurch weniger Widerstand geweckt, als durch ein Verbot oder einen Befehl.
Ich-Botschaften überlassen die Verantwortung für eine Änderung der Situation dem Kind und geben ihm dadurch die Möglichkeit, etwas "Gutes" zu tun.
Eltern sollten Ich-Botschaften besonders dann einsetzen,wenn ihre Gefühlslage negativ ist. Sie können helfen Befehle, Verbote, sowie Verurteilungen und Beschimpfungen oder sogar Schlagen zu vermeiden.
Klarheit in gefühlsmässigen Äusserungen helfen, Schuldgefühle beim Kind zu vermeiden. Diffusität (Uneindeutigkeit), sich widersprechende Botschaften, verwirren das Kind.
In konkreten Situationen, in denen das Verhalten des Kindes die Eltern stört, sollten sie deutlich äussern, wie das Verhalten stört und welche Gefühle bei ihnen dadurch entstehen."


Quelle Starke Eltern - Starke Kinder (ein Produkt des deutschen Kinderschutzbundes)


Bearbeitet von: siby am: 22.04.2008 21:32:36 Uhr
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 22.04.2008 :  21:37:12 Uhr  Profil anzeigen
Okay. Vielen Dank.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  10:04:09 Uhr  Profil anzeigen
Übrigens, gerade ist mir ein pädagogisch sehr wertvoller Tipp eingefallen, der wurde - glaube ich - bisher gar nicht erwähnt!

Auf der Höhe des Kindes sprechen. Vor allem wenn's wichtig ist. Das heisst, sich auf Augenhöhe des Kindes hinunter beugen! Augenkontakt halten!
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  10:23:15 Uhr  Profil anzeigen
Das stimmt Orphan. Wenn ich einem Kind etwas wirklich wichtiges beibringen will, warte ich bis es mich anschaut und ich sicher bin, dass es mir zuhört.
Aber ein Junge, den ich jeweils begleite, der stellt einfach auf "Durchzug". Da kann ich ihm erklären, dass es gefährlich ist, wenn er so über die Strasse "plämperlet" und anschliessend erzählt er etwas ganz anderes. Das ist so seine Masche, die Mutter redet eben den ganzen Tag auf ihn ein!
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Frosch

Schweiz
2046 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  10:42:49 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jani, ich kann deinen Kummer verstehen. Welches Kind testet nicht seine Grenzen aus - und die der Eltern.
Ich versuche in kurzen, klaren Sätzen mit meinen und Tageskindern zu sprechen, mehr als ein 2. Mal warne ich nicht. Wenn sich eine Situation wiederholt gibt es nicht mal eine 2. Warnung und angekündigte Konsequenzen folgen sofort. Die Konsequenz muss aber mit dem vorangegangen in Zusammenhang stehen sonst versteht es das Kind nicht. Der Teller mit dem Essen fliegt unter den Tisch - meine süsse Tochter ist mit dem Essen fertig, es gibt auch 10 Minuten später nichts und sie muss z.B. das Zvieri abwarten. Meine Grosse malt den Maltisch an statt das Papier - sie ist für heute fertig mit malen.
Eins meiner Tageskinder hat letztens die ganze Zeit ein anderes Kind auf den Spielplatz gehaut, es musste dann leider bei mir auf der Bank sitzen bleiben und warten bis wir gehen und eine halbe Stunde kann sehr lang sein.
Es braucht leider sehr viele Nerven das immer durchzuhalten.
Bei mir braucht es sehr viel Schokolade für mich. Ich gehe oft erst mal in die Küche und trinke einen Schluck Tee, bevor ich in eine Situation eingreife (Tip von meiner Oma) ausser es ist etwas gefährilches, da trinke ich nicht erst mal Tee und warte ab.
Meine Grosse ist fast 7 und an manchen Tagen kämpfe ich immernoch den ganzen Tag.
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siby


3025 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  11:56:12 Uhr  Profil anzeigen
Frosch, mein Grosser ist 8 und auch ich "kämpfe" manchmal den ganzen Tag. Im Moment dreht sich dieser Kampf um den Gameboy den er sich gekauft hat. Er hat das Gefühl er kann darüber bestimmen, wie lange er spielt. Tja falsch gedacht *gg*, Mama bestimmt weiterhin. Und wenn seine Spielzeit abgelaufen ist, er aber seinen Gameboy nicht zur Seite legt, dann verschwindet der halt in einem Schublädli. Das Geschrei hinterher halt ich aus, ich darf mir dann halt anhören, dass ich das allerblödste und gemeinste Mami der ganzen Welt bin.
Diese "Machtkämpfe" werden noch lange anhalten. Ich diskutiere aber auch nicht mehr lange, ich lass gerne mit mir reden, ich lass meine Kinder auch mal "gewinnen". Sie müssen auch lernen sich durchzusetzen, aber bei Sachen die mir wichtig sind, diskutiere ich nicht stundenlang.
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jani

Schweiz
420 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  13:08:05 Uhr  Profil anzeigen
herzlichen dank euch allen für die vielen guten Tips. ich werde das nä Mal genau auf dass, was ihr mir geraten habt achten. Heute ist ein guter Tag.. sie ist lieb und bis auf 1,2 kleineren diverenzen, war der Morgen echt super. Doch so ein Tag wie gestern, wird es wohl noch so einige geben.. mal schauen.

Ich werde mich dann wieder melden.. und sagen, was mir /uns geholfen hat.. oder nachfragen. Herzlichen Dank.
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Cory

Schweiz
279 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  13:47:39 Uhr  Profil anzeigen
Oh wie haben mir diese Beiträge jetzt gerade gut getan! Mein Sohn hatte 1 1/2 Stunden lang einen Trotzanfall und schreite sich die Seele aus dem Leib. Er hörte mich gar nich mehr und war wie in einer "anderen Welt". Auch als ich ihn vorhin für seinen Mittagsschlaf ins Bett legte, schreite er noch weiter und wollte nicht abliegen. Ich liess ihn dann einfach machen und ging aus dem Zimmer. Nach 10 Min. war dann Ruhe. Nun bin ich fix und fertig, habe den PC gestartet und diese Beiträge gelesen, dies war eine richtige Wohltat. Es gibt also noch andere Mütter mit den selben "Sorgen"... Bin gespannt wie er sich verhält, wenn er aufwacht... Allen weiterhin viel Durchhaltevermögen!
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silke


92 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  14:32:18 Uhr  Profil anzeigen
Hey Jani
Ich kanns dir echt gut nachvollziehen, meine beiden sind teilweise auch nicht besser, und es ist echt hart nicht lauter zu werden.
Wenn sie ich sag mal ihre Anfälle haben hören sie auch nichts mehr, ich nehm sie hoch trag sie ins Zimmer und während wir ins Zimmer gehen sag ich ihnen, dass sie wieder kommen können wenn sie sich beruhigt haben, und wenn sie Sachen nach mir Schmeissen die kommen dann auf den Schrank und sind für eine Woche weg.Aus dem Grund waren hier die Spielsachen alle bis auf zwei Bücher schon mal für ne ganze Woche weg, seitdem hat sich das schmeissen etwas gelegt.
Und was ich gemerkt habe, elenlang erklären bringt nicht viel, einfach kurze klare Ansagen.
Ach ja, und wenn ich sie ins Zimmer gebracht habe und sie postwendend wieder raus kommen bring ich sie wieder rein, dass Spielchen hatten wir auch schon mal 10 Minuten lang, aber seitdem gehts dass sie erst wieder kommen wenn sie sich beruhigt haben.
Naja und wegen den Gefährlichen Sachen, denk für ein Kind gibt es nichts gefährliches, manchmal müssen se halt auch mal merken dass es ihnen weh tut wenn sie irgendwo hochklettern und runterfallen zum Beispiel, da musst halt abschätzen wieviel du vertreten kannst.
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HaMa

Schweiz
121 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  15:46:04 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Zusammen

Auch meine zwei Mädchen (8 + 11) testen nach wie vor fast täglich die Grenzen aus........ ich glaube, dass hört erst auf wenn sie Erwachsen sind und nicht mehr bei den Eltern wohnen. Somit habe ich mich mit meinen Nerven arrangiert, ich versuche wärend sie in der Schule sind (und nicht meine Nerven strapazieren) all das zu erledigen was mir besonders viel Spass macht( Reiten, alle Kleintiere versorgen, mit dem Hund spazieren.....)

Was mir aufgefallen ist, ist folgendes: Einige von Euch schicken die Kinder ins Zimmer. Finde ich persönlich nicht sehr gut, denn im Zimmer hat es Spielsachen, den Schmusebär etc. Meine mussten immer soviele Minuten wie sie Alt waren in der Küche ganz still auf dem Eckbank sitzen. Seit sie schreiben können kriegen sie Papier und Bleistift und müssen aufschreiben welche Regel sie verletzt haben. Denn es täglich zu erzählen hat irgendwann keinen Sinn mehr, da sie es zu gut wissen. Bei kleinen sollte man es aber, wie schon erwähnt, ruhig erklären warum, wieso und weshalb, denn vor dem Kindergarten ist es für die Kinder schwer sich alle Regeln zu merken.

Schönen friedlichen NAchmittag
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Frosch

Schweiz
2046 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  18:41:40 Uhr  Profil anzeigen
Wenn ich meine Grosse in ihr Zimmer schicke, sitzt sie in Ihrer Kuschelecke und mault sich bei einem Stofftier aus. So reflektiert sie die Situation und es bringt ihr mehr als wenn sie bockig bei mir sitzen müsste. Die Kurze fühlt sich dann nur ungerecht behandelt, sie denkt nur darüber nach wenn sie sich beruhigt hat und ich mich mit ihr darüber unterhalte.
Ich bin ja beruhigt dass sich diese Kämpfe noch eine weile hinziehen werden. Ich weiss nicht ob ich mich so ohne weiteres von diesen eingespielten Kampfritualen trennen könnte
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Samami

Schweiz
1 Beitrag

Erstellt  am: 23.04.2008 :  18:59:52 Uhr  Profil anzeigen
Ich grüsse alle hier im Liliput.
Hallo jani Meine Tochter ist ebenfals 2 1/2 und und im moment hat sie auch so eine fase ab und zu lauft sie mir beim einkaufen weg und wenn Sie das macht Dusche ich sie kalt ab und mache sie ins Bett da soll sie bleiben bis sie sich beruhigt hat und nach dem das pasiert wird sie ruhig und richtig net. Kinder brauchen grenzen und mann muss es dürchziehen. Wenn mir meine tocher etwas wirf dan werde ich sie im Bett oder ich gebe Ihr nicht süsses oder das was sie so gerne mag. Ich werde sie nicht für das belonen.
Ich Wünsche dir viel glück mit ihr und das diese fase bald vorbei geht.
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Frosch

Schweiz
2046 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  19:38:12 Uhr  Profil anzeigen
Kalt duschen ist für mich so mit das Letzte was mir einfallen würde. Da ist ja gar kein Zusammenhang zwischen Fehler und Konsequenz. Versteht das Deine Tochter mit 2 1/2 ? Ich weiss nicht.
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Helmi47

Schweiz
3074 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  21:32:54 Uhr  Profil anzeigen
Samami, Du duscht ein 2 1/2jähriges Kind kalt ab und "wirfst" sie ins Bett? Du musst aber schon recht verzweifelt sein und fertig mit den Nerven - oder hast ein eher antiquiertes Verständnis von Erziehung. Klar wird das Kind dann ruhig und richtig nett. Frustiert und dressiert kann man das auch nennen.

An Deiner Stelle würde ich mir aber ganz schnell Hilfe holen. Die Mütter- und Väter-Beraterin kann Dir sicher Adressen von Erziehungberatungen geben.
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fabian

Schweiz
560 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  21:46:08 Uhr  Profil anzeigen
Also kalt duschen könnte ich meine Kinder nie! Die Vorstellung bereits graust mir schon. Da haben die Kinder ja schon vorher richtig Angst davor, dass das nun passiert. Ich persönlich finde das in diesem Alter zu heftig. Samami, wie reagiert denn Deine Tochter bei einer solchen Duschattacke? Und schickst Du sie ins Bett oder wirfst Du sie aufs Bett??

Ich glaube, es gibt andere Möglichkeiten, den Kinder Grenzen aufzuzeigen als diese und das hat mit Belohnung nichts zu tun.
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xena

Schweiz
1152 Beiträge

Erstellt  am: 23.04.2008 :  22:10:51 Uhr  Profil anzeigen
Samami
Das nächste mal gehst du besser kalt Duschen....
Ein kind in dem Alter kalt ab zu Duschen finde auf der ebene wie schlagen,tut mir leid ich habe kein verständniss für so was!!!!
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Juma

Schweiz
192 Beiträge

Erstellt  am: 24.04.2008 :  12:33:38 Uhr  Profil anzeigen
Kalt abduschen wurde(?) auch als Folter bei Erwachsenen eingesetzt...

Ausserdem finde ich, dass kleine Kinder doch den Zusammenhang gar nicht mehr erkennen, da es doch nicht unbedingt eine logische Strafe ist. Wenn ihr versteht was ich meine.

J.
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Räubertochter

Schweiz
1834 Beiträge

Erstellt  am: 24.04.2008 :  14:25:43 Uhr  Profil anzeigen
Samami, Bitte, bitte. Tu das nicht. Dein Kind leidet wenn du es durch Angst erziehst!!! Es kann später sogar Probleme damit haben!!! Hör bitte auf damit denn das gleicht einer Misshandlung!!! Vieleicht weisst du das nicht weil du selbst nie erfahren durftest wie eine Liebevolle Erziehung aussieht.... Das tut mir leid für dich. Aber bitte denke daran, ein 2 jähriges und ausserdem auch kein 10 Jähriges Kind kann so eine Handlung verstehen! Wenn du die Geduld verlierst, geh in dich.... Ziehe dich zurück damit es nicht zu solchen Handlungen ausartet. Ich nehme an, du kennst das nicht anders drum sag ich dir das nun!!! "ES IST NICHT O.K. sein Kind mit einer kalten Dusche dazu zu bringen sich zu Fügen" Kein Kind sollte sich fügen. Es ist wahnsinnig demütigend für dein Kind. Kein Kind sollte aus einer Angst raus folgen. Bitte geh in eine Beratung, damit auch du und dein Kind mit richtiger Liebe und geborgenheit leben könnt!!!! BITTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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carmodera

Schweiz
7 Beiträge

Erstellt  am: 24.04.2008 :  14:48:03 Uhr  Profil anzeigen
Hallo meine Lieben

Ich hätte da mal eine Frage und brauche ganz dringend eure Meinungen/ Antworten/ Ideen..

Ich bin gelernte Kleinkindererzieherin, war eine Zeil lang im Ausland und möchte mich jetzt wieder der pädagogischen Arbeit widmen. Ich möchte gerne ca 40% in einer Kita arbeiten und die restlichen 60 Prozent selbständig sein. Dies in Form von Einzelförderung bei Privatfamilien. Thema Grenzen, Motivation, Konzentration, Sozialverhalten usw. Könntet Ihr euch das als Eltern vorstellen? Was wäre euer Gefühl bei dieser Sache? Ich möchte wissen, ob es genügend Nachfrage gibt um mein "Projekt" zu realisieren..

Danke für eure Antworten
Mit lieben Grüssen

Carmodera
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Helmi47

Schweiz
3074 Beiträge

Erstellt  am: 24.04.2008 :  17:32:23 Uhr  Profil anzeigen
Carmodera, bitte poste Deine Frage nur in einem einzigen Beitrag, sonst wird das Forum noch chaotischer als es bereits ist.

Danke!
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Elternplanet

Schweiz
10 Beiträge

Erstellt  am: 25.04.2008 :  16:27:38 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jani

wenn du magst kannst du dich hier mal melden www../forum. Forum wird betreut von einer Eltern- und Erziehungstrainerin.

liebe Grüsse
Kathrin
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Räubertochter

Schweiz
1834 Beiträge

Erstellt  am: 25.04.2008 :  21:32:36 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Katrin von Elternplanet,
Ich hab mal reingesehen Ich habe nun sehr wenig gelesen, aber meistens emfiehlst du mit Belohnungen zu Arbeiten???!!! Das finde ich persöhnlich ganz schlecht...... Kinder sollten doch lernen was gut und recht ist, und dann auch noch verstehen wieso. Und wenn man eine Belohnung verspricht wenns gut läuft, wandelt die sich in eine endtäuschende Bestrafung, wenns dann nicht klappt!

Meine Freundin hatte auch diese Methode. Der hat Seich gemacht und wusste genau, dass sie ihm sagt: "Wenn du aufhörst und anständig bist, bekommst du später Cola" Super!!! Tolles Spiel!!! Nein, nein... ein Kind sollte nicht folgen um zu provitieren, es sollte lernen mitzufühlen und zu verstehen, und das sicherlich nicht aus Eigennutz!!!!!!

Und wenn schon, dann sollte es einen zusammenhang haben, wenn es eine Strafe ist. (Einkaufen-Dessert???)
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Elternplanet

Schweiz
10 Beiträge

Erstellt  am: 26.04.2008 :  01:27:30 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Räubertochter

nein, das stimmt nicht ganz. Es hat über 300 Beiträge und in einigen habe ich als Motivation "ein neues Verhalten" zu lernen erklärt, wie eine Punktekarte funktioniert.
Es geht darum dem Kind über eine kurze Zeit einen Anreiz zu geben, den man dann wieder "ausschleichen" lässt. (z.B bei einem Ämtli, beim Schuhe versorgen...). Es geht nicht darum, dass man sagt: Wenn du das und das tust, dann bekommst du dies und jenes.
Bei einer Punktekarte bespricht man mit dem Kind vorher genau, was man "üben" möchte und setzt sich ein leichtes Ziel. Man bespricht auch die Belohnungen (z.B eine Extra-Geschichte lesen, Kuchen backen, Velotour machen, usw). Bei kleineren Kindern reicht oft schon das Kleberli aus. Die Punktekarte wird nur für EIN bestimmtes Verhalten eingesetzt. Also nicht für alle Anweisungen die man gibt, bekommen die Kinder dann wenn sie befolgt werden eine Belohnung. Die Punktekarte/Chläberliplan kann manchmal in bestimmen Situationen hilfreich sein, ist aber nicht etwas, dass man ständig und überall einsetzen kann. Eine Punktekarte kann manchmal eine gute Alternative sein, dass sich die Kinder, wenns klappt, eine Belohnung verdienen können, anstatt immer nur bestraft oder beschimpft zu werden, wenn etwas nicht funktioniert.
Aus Erfahrung und Feedback von Eltern weiss ich (ich gebe selber sehr viele Elternkurse), dass die Eltern in gewissen Situationen froh sind mit Punktekarten zu arbeiten. Sie merken auch, wie wichtig es ist, den Fokus wieder vermehrt auf das Positive zu setzen.
D.h es motiviert Kinder mehr, wenn Eltern sagen: "Hey, wenn du die Hände gewaschen hast, dann kannst du zum Tisch kommen und wir können essen." Als: "Wenn du jetzt nicht die Hände wäschst, dann kannst du nicht zum Tisch kommen."
Oder: "Wenn du jetzt vorwärts machst, oder gut mithilfst, dann haben wir noch genug Zeit zum Büechli schauen/für ein Spiel/für die Gutenacht-Geschichte." Als: "Wenn du jetzt nicht kommst, dann gibts halt kein Büechli."

Wenn du Lust hast, kannst du dir ja Mal die Beiträge, Tipps, Antworten noch etwas genauer durchlesen. Wichtig finde ich auch: Es sind Anregungen und Alternativen, die ich den Eltern aufzeige. Meistens sind sie mit ihren Methoden nicht zufrieden, am Anschlag oder haben es satt, immer nur zu drohen und zu bestrafen.
Es gibt nicht DIE einzig richtige Methode Kinder zu erziehen, es gibt versch. Wege und Möglichkeiten. Wir als Eltern sind es, die festlegen, welche Werte und Fähigkeiten wir unseren Kindern vermitteln wollen. Die Tipps von mir sind eine Möglichkeiten und es gibt noch viele andere. Wenn ich die Feedbacks der Eltern lese, merke ich immer wieder, dass sie doch einiges für sich selber ausprobiert haben und auch in ihren Alltag mitnehmen konnten.

liebe Grüsse
Kathrin

-->Viele gute Bücher wurden hier schon genannt, eines kann ich noch ergänzen:
Lieben-ermutigen-loslassenn (Heidi Maler-Hauser)

Bearbeitet von: Elternplanet am: 26.04.2008 01:40:11 Uhr
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Räubertochter

Schweiz
1834 Beiträge

Erstellt  am: 26.04.2008 :  14:26:44 Uhr  Profil anzeigen
Ja das meine ich ja! du sagst mal was anderes als Bestrafung, wobei es dann doch eine Strafe wird, wenns eben nicht klappt. Also doch eine Strafe!Das mit den Positiven Sätzen find ich toll!!! Das bewirkt wirklich etwas. Ist für mich jedoch immernoch was anderes wie positive Schokolade. Ich glaube dir aber dass manche Eltern froh sind mal eine andere Wariante zu hören, und das dann als positiv empfinden! Wie du sagst, jedem das seine gell!!?? :-)
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Elternplanet

Schweiz
10 Beiträge

Erstellt  am: 26.04.2008 :  16:50:56 Uhr  Profil anzeigen
Wenn ich meinem Kind eine Anweisung gebe, dann möchte ich auch, dass es sie befolgt und zwar nicht erst nach dem 3. oder 4. Mal sagen oder nachdem ich eine Strafe angedroht habe. Wichtig ist auch, immer vorher kurz zu überlegen, ob die Anweisung auch wirklich sein muss und Sinn macht. Oft geben wir viel zu viele Anweisungen. Wenn ich eine Anweisung gebe, ist es wahrscheinlicher, dass Kinder sofort darauf reagieren, wenn sie positiv formuliert ist. Also wenn ich sage, WAS genau ich von meinem Kind erwarte, was es genau tun soll.

Wenn es dann nicht klappt, dann muss eine log. Konsequenz darauf folgen. Das ist ja häufig das Problem, dass wir eine Anweisung geben, es aber dann ohne Konsequenzen bleibt. Wichtig ist, dass es eben nicht eine Strafe im Sinn von: "So jetzt zeig ich es meinem Kind aber, es muss heftig bestraft werden, damit es merkt, dass es etwas falsch gemacht hat. Sondern eine Konsequenz wählen, die wenn immer möglich mit dem Verhalten in Zusammenhang steht, eine logische Konsequenz.
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Cory

Schweiz
279 Beiträge

Erstellt  am: 01.05.2008 :  21:02:49 Uhr  Profil anzeigen
Hallo, ich greife dieses Thema nochmals auf, da ich diesbezüglich auch euren Rat brauche. Mein Sohn 2 1/2 ist momentan in einer extremen Trotzphase. Ich setze ganz klar die Grenzen, bin konsequent und gebe nicht nach. Nur; wenn ich ihn ins Zimmer "verbanne", dann kommt er immer wieder heraus. Jemand hat geschrieben, dass sie ihr Kind dann halt immer wieder zurück ins Zimmer steckt bis es dort bleibt, auch wenn sie dies 10x machen muss. Nur bei meinem Sohn ist es so, dass er nie aufhört aus dem Zimmer zu kommen, auch nicht nach 10 oder 20 mal. Der Türgriff ist schon ganz kaputt. Was macht ihr in einem solchen Fall? Er hört in seinem Trotzanfall auf nicht's und niemanden und ist wie in einer anderen Welt. Auch schlägt er sich öfters ins Gesicht (nicht wenn er trotzt, sondern aus heiterem Himmel) und findet dies auch noch lustig! Kennt jemand von euch ein solches Verhalten und wie soll ich reagieren? Ich erkläre ihm dann, dass nicht geschlagen wird, weder er sich selber noch wir uns etc., doch er macht gleich weiter und findet dies lustig. Dann ignoriere ich ihn und irgendwann hört er auf. Aber etwas Sorgen macht mir dieses Verhalten schon. Was denkt ihr? Danke im voraus...
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Macalu

Schweiz
93 Beiträge

Erstellt  am: 01.05.2008 :  21:37:37 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Cory,
Mein Sohn wird im Juni zwei und ab und zu hat er auch solche Phasen, wird vielleicht mal schlimmer, ich weiss es nicht.
Auf jeden Fall kann ich ihn immer beruhigen indem ich ihn zu mir nehme und ihm sage das Mami ihn lieb hat und ihm erkläre, dass dies und jenes nicht gut ist, und dann versuche ich ihn mit irgenetwas zu beschäftigen, was es mag.
Er kann zwar nocht nicht reden, aber irgenwie verstehen wir uns immer, dann frage ich ihn immer was er will. Meistens will er mit mir spielen, dann wird halt noch fünf Min. gespielt, aber dann ist schluss. Es klappt meistens.

Wünsche dir viel Erfolg!
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jeanne


76 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2008 :  23:55:23 Uhr  Profil anzeigen
hallo. ich denke wir kennen alle diese schwierigen, nervenaufreibenden phasen unserer kinder.
ich denke es ist wichtig, die konsequenz nicht aus dem zusammenhang zu reissen, was sich leicht anhört aber manchmal doch sehr schwierig ist.

meine hat mich mal geschlagen. ich habe ihr gesagt, dass ich nicht mit ihr spielen möchte wenn sie mich schlägt. daraufhin habe ich den raum verlassen. sie konnte mir aber nachlaufen.

sie wirft absichtlich essen o.ä. auf den boden. ich gebe ihr einen lappen, sie darf es wieder aufwischen.

das sind sehr einfache beispiele ich weiss, immer ist es nicht so einfach eine logische konsequenz zu ziehen.
ich kann das buch von heidi maier-hauser lieben, ermutigen, loslassen empfehlen. erziehen nach montessori.
lg jeanne
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jeanne


76 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2008 :  00:00:19 Uhr  Profil anzeigen
ach ja, wir haben sanduhren zu hause. wenn wir etwas machen müssen, was sie nicht mag, z.bsp. windel wechseln wegen rotem popo, dann stellen wir ne sanduhr. wenn die abgelaufen ist wird es gemacht. ich gehe vor und warte bis sie kommt. auch zähneputzen wollte sie nie. ich habe einfach im badezimmer gewartet bis sie kam. habe nicht mit ihr gespielt oder mich mit ihr beschäftigt. natürlich schon geredet aber gesagt, wir machen das aber erst werden die zähne geputzt. bis jetzt fahre ich ganz gut damit, aber das kann sich natürlich ändern.

lg jeanne
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Frosch

Schweiz
2046 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2008 :  10:56:38 Uhr  Profil anzeigen
Ich hatte mal ein Tageskind das sich immer gebissen hat oder Haare ausgerissen. Wir haben sie konsequent nicht beachtet. Nach 3 Wochen wars dann vorbei. Zuvor haben wir (Eltern + ich) uns schon über mögliche Gründe unterhalten, aber es hat es eigentlich immer gemacht wenn es Aufmerksamkeit wollte. z.B. wenn ich ein anderes Kind getröstet oder gewickelt habe, oder einfach etwas nicht nach seinem Kopf ging.

Bei manchen Kindern hilft ins Zimmer schicken wirklich nichts, es nervt nur alle. Bei manchem hilft es eher sie bei sich sitzen zu lassen, sich aber nicht weiter mit ihm zu beschäftigen.
Wenn meine grosse tobt hilft meistens eine "Bärenumarmung" - heisst wirklich so. Man nimmt das Kind von hinten in den Arm und hält dabei, auch die Arme, fest und bleibt so mit ihm stehen oder nimmt es auf den Schoss. Solange bis es sich beruhigt hat. Bei manchen muss man beruhigen, bei manchen einfach abwarten. Wenn das Kind sich dann wieder beruhigt hat kann man mit ihm reden - je nach Alter. Am Anfang fand ich das eine saublöde Methode, aber bei uns wirkt sie rech gut.
Das mit dem Zusammenhang zwischen Tat und Konsequenz finde ich manchmal sehr schwer. Wenns absehbar ist klappt es noch gut: wenn das Spiel nicht aufgeräumt wird, kann man kein anderes Spielen,...
Aber wenn etwas quasi aus dem nichts passiert, faäält mir das schon sehr schwer auf die Schnelle was logisches zu finden. Und dann kommt auch schon mal der unlogische und unnütze Anschiss.
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nivani


103 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2008 :  21:45:56 Uhr  Profil anzeigen
Also alles habe ich hier nicht gelesen, bei der kalten Dusche musste ich aufhören - bei einem 2 1/2jährigen Kind geht das sehr in Nähe strafbare Kindsmisshandlung...

Falls es bisher noch niemand erwähnt hat:
Sicherstellen, dass das Kind nicht mit zu vielen Verboten konfrontiert ist. Nur das unabdingbare verbieten, das aber konsequent.

Was du aufgezählt hast sind ja alles Dinge von denen das Kind weiss, dass es das nicht darf. Hier nicht nochmals "erinnern" dass es das nicht darf, das ist ja nun wirklich überflüssig sondern sofort die nachgeworfenen Spielsachen wegpacken, wenn Essen absichtlich auf den Boden geworfen wird, wird abgeräumt etc.

Nicht gross herumargumentieren, dazu sind 2 1/2 jährige zu klein -HANDELN.

Meiner (gleich alt) beinimmt sich immer dann so wenn er müde ist oder krank wird. Du hast geschrieben, deine Tochter sei früh aufgestanden, womöglich zu früh? Leg dich doch nächstes Mal eine halbe Stunde mit ihr hin...

Bearbeitet von: nivani am: 20.05.2008 21:49:02 Uhr
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