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Seite: von 2

orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt am: 07.04.2008 :  20:02:24 Uhr  Profil anzeigen
1. Geschichte: Ich im Gespräch betreffend Situation mit meinem Sohn
Den Beitrag, den ich nun gerade schreibe, versuche ich möglichst ohne Emotionen sowie ohne Wertung zu verfassen. Ich bin keine „Fachfrau“ auf dem Gebiet der Psychologie und will / kann hier kein Urteil abgeben. Ich bin mir selber meiner eigenen Meinung über die „Problematik“ noch nicht bewusst!

Beim Gespräch bei der psychologischen Begleitung ist mir aufgefallen, dass alles was ich sage, sehr vorsichtig aufgenommen wird. Vorsichtig, behutsam und mit viel, viel Verständnis für die Situation. Es wird nach Problemen gesucht, Tatsachen zu Problemen gemacht, die gar keine Probleme sind bzw. waren und es wird nach Ursachen / Schuldigen gesucht! Was ich erzähle, wird mit anderen Worten wiedergegeben, festgestellt. Diagnosen gestellt, die mir bereits bewusst sind bzw. die ich schon lange kenne und Wege und Lösungen aufgezeigt, die bereits von mir selber in die Wege geleitet wurden.

Es wird viel in der Vergangenheit gestochert, obwohl das „Jetzt und Hier“ ein Problem ist und nicht die Vergangenheit. Es wird viel über mich gesprochen obwohl nicht ich sondern die Situation das Problem ist.

Ich profitiere nichts, ich höre nichts Neues und ich kann nichts brauchen, das ich umsetzen könnte bzw. mir in meiner Situation helfen würde.

Während den Gesprächen höre ich mehrmals wie schwierig meine Situation ist, wie ermüdend und belastend das alles für mich sein muss und dass sie mich und meine Situation sehr gut verstehen kann. Immer wieder bekomme ich zu hören, wie bewundernswert es ist, dass ich mit dieser Situation so lange „alleine“ klargekommen bin. Schlimm, tragisch, ermüdend, belastend, Kräfte raubend …

Was ich eigentlich wollte ist, dass ich lerne, besser mit der Situation umzugehen und wie ich mich besser aufmuntern und ablenken kann. Vielleicht auch, wie ich meinem Sohn noch besser helfen kann und wie ich auf ihn eingehen kann.

Ich wollte kein Mitleid, suche kein Verständnis. Nach den Gesprächen könnte man aber immer in Selbstmitleid versinken. Diese Gespräche belasten mehr als dass sie helfen!

2. Geschichte: Meine Schwester
Kürzlich habe ich meine Mutter gefragt, ob sie eigentlich wisse, weshalb sich meine Schwester von mir distanziert. Wir hatten Differenzen, die eskaliert sind (Gründe sind hier nicht relevant) und seither meidet sie mich. Wir reden aber miteinander, wenn wir uns zufällig treffen. Vor einem halben Jahr haben wir uns wöchentlich mindestens 1x getroffen. Sie ist Gotti von meinem jüngsten Sohn. An den Wochenenden besuchte sie uns öfters mit ihrem Freund und im Sommer grillierten sie auch oft mit uns. Nun sehe ich sie eigentlich nicht mehr. Das Verhältnis zwischen ihr, mir und meiner Mutter war sehr, sehr gut! Auch das ist jetzt nicht mehr so.

Meine Mutter erzählte mir dann folgendes: Meine Schwester sei seit gut einem Jahr in psychologischer Behandlung. Seither habe sie angefangen, uns zu meiden. Der Kontakt zu uns sei zu streng und zu belastend. Ich spürte während des Gesprächs, dass meine Mutter sehr darunter leidet. Auch sie bekommt meine Schwester kaum noch zu Gesicht. Des Weiteren habe meine Schwester erzählt, dass die Therapeutin der Meinung ist, dass sie vergewaltigt worden sei als Kind. Meine Mutter verneinte das. Es kann nicht sein. Das ist wirklich absolut nicht der Fall. Meine Schwester ist einige Jahre jünger als ich und wenn meine Mutter arbeitete, war sie eigentlich immer mit mir zusammen. Sie wurde als Kind NICHT vergewaltigt.

Als ich meine ersten psychologischen Gespräche hatte, wusste ich nicht, dass meine Schwester ebenfalls schon über ein Jahr in Behandlung war. Aber im Nachhinein kann ich verstehen, weshalb sie so reagiert – wegen den Gesprächen mit der Therapeutin. Schon lange wühlt sie in der Vergangenheit, stellt schmerzliche Fragen – sogar in Angelegenheiten, die sie nicht einmal selber erlebt hat (weil sie noch nicht auf der Welt war!) und nur vom hören sagen kennt. Sie sucht richtig gehend nach Schuldigen. Nach „irgend etwas“ das für ihre Probleme verantwortlich ist!

Genau dieses Gefühl habe auch ich nach den Gesprächen. Als müsste ich nun überall suchen, alles hinterfragen und Dinge wieder aufwärmen, die längst gegessen sind – für mich aber weder früher noch heute ein Problem dargestellt haben.

Meine Frage:
Ist das der Sinn einer Therapie? Alte Sachen auszugraben, sich von der Familie fernzuhalten – Schuldige zu suchen? Allen weh zu tun um sein eigenes ICH zu finden? Geschichten zu „erfinden“, sich Probleme einreden zu lassen. Über Dinge zu diskutieren, die NIE stattgefunden haben?

Ich persönlich habe „Hilfe“ geholt, weil mir immer wieder diverse Personen dazu geraten hatten. Meine Situation war für mich wirklich fast nicht mehr tragbar und auszuhalten. Selbst für mich, gab es keine andere Lösung mehr, als mir helfen zu lassen. Heute muss ich sagen, es war ein grosser Fehler. Die Gespräche sind sehr belastend und helfen in keiner Art und Weise.

Ich finde es auch sehr schade, dass meine Schwester sich nicht mehr bei mir blicken lässt, nur weil ihr eine Therapeutin dazu geraten hat. Ich vermisse sie sehr.

Das kann es doch nicht sein – oder? Was meint ihr dazu. Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

Auch ich habe schon einige Male jemandem geraten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aber in Zukunft versuche ich zu helfen, so gut ich kann, ohne den Ratschlag professionelle Hilfe anzunehmen. Das soll jeder selber für sich entscheiden!

Danke für’s zuhören bzw. lesen.

Grüessli
orphan

Bearbeitet von: orphan am: 10.04.2008 01:02:33 Uhr

siby


3025 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  20:28:34 Uhr  Profil anzeigen
Liebe Orphan

ich kann dir nur soviel dazu sagen, manchmal braucht es Abstand um wieder zueinander zu finden, auch wenn es für dich vielleicht momentan verletztend ist, so scheint deine Schwester es zu brauchen.

Das Gespräche mit dem Therapeuten kein Zuckerschlecken sind sollte doch eigentlich klar sein. Es ist harte Arbeit, die sehr weh tun kann. Für mich war es damals auch nicht einfach, die alten Wunden wieder aufzureissen und daran zu arbeiten, doch im Nachhinein bin ich froh es getan zu haben.

Bearbeitet von: siby am: 07.04.2008 20:30:39 Uhr
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xena

Schweiz
1152 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  20:29:05 Uhr  Profil anzeigen
Phuuu Orphan das alles ist viel,ich muss das erst noch ein paar mal Lesen bevor ich mich getraue mehr zu sagen!

Ich denke das eine Psychologin dir eine Stütze und Hilfe sein sollte,damit du mit der Momentanen Situation klarkommst.

Die Vergangenheit aufarbeiten ist ok,man sollte aber auch mal einen Schlussstrich ziehen können.Sonst dreht man sich im Kreis!

Eine bekannte von mir geht regelmässig zu einer Seelsorgerin die höhrt zu, sucht Lösungen mit Ihr,gibt aber keine Tipps und Ratschläge.

Wegen deinem Sohn,Erziehungsberatung oder Supervision in ansbruch nehmen,damit du austauschen kannst,ev.Familien finden die eine gleiche Problematik haben.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  20:33:08 Uhr  Profil anzeigen
Hallo siby

Wenn meine Schwester wegen mir zur Therapeutin gegangen wäre, könnte ich das ja verstehen. Aber sie ist wegen Beziehungsproblemen gegangen und wegen unserem Vater, der inzwischen Tod ist!

Weshalb also muss sie nun mich meiden?

Mit was auseinander setzen? Mit Problemen die gar nicht vorhanden sind? Wenn man wenigstens existente Probleme aufarbeiten würde. Aber es geht ja um Sachen, die gar nicht vorhanden sind!
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flodderin

Deutschland
1185 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  20:34:46 Uhr  Profil anzeigen
Ui Orphan, schwere Kost, was du da schreibst.

Ich kann deinen Unmut schon sehr verstehen, du bist zu der Beratung, weil du dir konstruktive Lösungsvorschläge erhofft hast und bekamst stattdessen mitleidige Blicke.
War das deine erste Sitzung mit der Psychologin? Wenn ja, dann würde ich ihr das so schildern, was du dabei empfindest.
Es ist sehr schwierig, die richtige Psychologin zu finden, die Chemie muss einfach stimmen.

Dennoch würde ich an deiner Stelle nicht sofort das Handtuch werfen, sprich mit ihr darüber und sag ihr, was dich stört.

Ich war auch einmal in psycholgischer Behandlung und es wurde aus Dingen ein Problem gemacht, die einfach keine sind und auch nie welche waren. Ich hab der Psychologin das damals gesagt, aber sie machte weiter und redete mir weiter Probleme ein. Daraufhin habe ich die Behandlung abgebrochen.
Wenn du es also beim nächsten Termin ansprichst, aber nicht darauf eingegangen wird, dann würde ich an deiner Stelle auch abbrechen, denn dann stimmt die Chemie einfach nicht und sie versteht nicht, was dir wichtig ist.

Ich weiß nun nicht, ob dir meine Zeilen wirklich weiterhelfen, aber ich hoffe du findest den richtigen Weg. Gerade du hast es verdient!!

Alles Gute
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siby


3025 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  20:39:18 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Orphan

ich kenne deine Schwester nicht und dich viel zu wenig. Ich weiss nicht was in eurer Kindheit vorgefallen ist oder nicht.
Ich kenn auch diese Therapeutin nicht und kann mir nicht wirklich ein Urteil bilden. Verstehst du was ich meine? Ich kann nur sagen, wie es für mich damals war. Ich hab damals auch zu meiner Familie den Kontakt auf ein Minimum beschränkt. Aber ich hatte keine Therapeutin die mir etwas "einredete", sondern ich war zu sehr mit mir und meinen Problemen beschäftigt.

Vielleicht bringt es etwas, wenn du deiner Schwester einen Brief schreibst und ihr schilderst wie sehr sie Dir und den Kindern fehlt. Ich würd ihr aber keine Vorwürfe machen. Auch würde ich dieses (eingeredete?) Missbrauchsthema nicht ansprechen.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  20:51:10 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Zusammen

Ich weiss, dass es ein langer Beitrag ist. Aber ich wollte "Hintergrund" liefern, damit man verstehen kann, um was es mir geht. Bin mir nicht sicher, ob mir das gelungen ist.

Sicher ist es sinnvoll "aufzuarbeiten". Das wollte ich auch. Sonst hätte ich den Weg nicht gewählt. Aber wenn, dann sollte man "Themen" aufarbeiten, die relevant sind. Ein Unfall, die Kindheit - meinetwegen, selbst wenn sie nicht zum eigentlichen Thema passen! Aber weshalb etwas aufarbeiten, das es gar nie gegeben hat - wie z. B. die angebliche Vergewaltigung meiner Schwester?!?

Was will eine Therapeutin damit erreichen? Was steckt dahinter? Es ist doch gar nicht möglich etwas aufzuarbeiten, das gar nie existiert hat?

Ich verstehe ganz einfach nicht, dass die Familie gemieden werden muss. Diejenigen Menschen, die immer für einen da waren. Die Menschen, die man am meisten liebt. Alles was man hat. Muss ich auf das verzichten, was ich liebe, um gesund zu werden? Meiner Meinung nach ist so der Preis der Therapie zu hoch!
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  20:57:29 Uhr  Profil anzeigen
Hallo siby

Ja, ich könnte meiner Schwester einen Brief schreiben. Aber ich weiss nicht, ob das etwas bringt. Wir haben sie an Ostern getroffen. Bei meiner Mutter. Sie hat "Hallo" und "Tschüss" zu mir gesagt. Mein Sohn hat sie gemieden wo er nur konnte. Er war nicht einmal zusammen mit ihr im selben Raum. Er hat alleine bzw. mit mir in der Küche gegessen, während die anderen im Wohnzimmer waren. Als sie zu ihm ins Spielzimmer ging, hat er mit einem Gegenstand nach ihr geworfen!

Sie will dieses Jahr heiraten - eigentlich war ich nicht eingeladen. Über Umwege habe ich erfahren, dass es nun doch ein Apéro geben soll, an dem "man" teilnehmen könne.

Meine Schwester war nicht nur meine Schwester - sondern eine meiner besten Freundinnen!
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fabian

Schweiz
560 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:01:01 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Orphan

Das ist wahrlich eine sehr sehr schwere Kost. Sich eine Meinung über Euer Leben bzw. über Eure Familie zu bilden, ist unheimlich schwierig.

Vielleicht muss Deine Schwester diesen Weg einschlagen, um wieder zu sich selber zu finden. Es kann Jahre dauern, bis die Vergangenheitsbewältigung wirklich überstanden ist.

Du bist zwar älter als Deine Schwester, aber doch warst Du damals noch ein Kind. Kannst Du wirklich die Hand ins Feuer legen und Dir 200 % sicher sein, dass Deine Schwester IMMER mit Dir zusammen war? Hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, was Deine Schwester darüber berichtet hat? Man, das ist wirklich unheimlich schwierig. Du erwähnst, dass Deine Schwester wegen Beziehungsproblemen die Therapie angefangen hat. Aber hinter Beziehungsproblemen kann in meinen Augen die Kindheit und Vergangenheit dahinter stecken. Seltsame Verhalten, Angst etc. Vielleicht meidet Deine Schwester den Kontakt, weil sie einfach noch nicht die Kraft hat, darüber zu sprechen, das genau belegen zu können, was ihr Leben in dieser Art und Weise aus der Bahn geworfen hat. Vielleicht spürt sie instinktiv, dass die Zeit dafür noch nicht gekommen ist. Daher glaube ich nicht, dass die momentane Beziehung auf Sparflamme besteht, weil Dich Deine Schwester nicht gern hat.

Deine eigene Therapie belastet Dich auch, kann ich gut verstehen, vor allem, da Du ja etwas machen willst. So wie Du schilderst, scheint Deine Therapeutin eher eine Art Bremsklotz für Dich zu sein. Sei Dir bewusst, Du bist zu nichts verpflichtet. Sollte die Therapie mehr Belastung als Hilfe sein, stellt sich wirklich die Frage nach dem "weiter". Ich hab kürzlich in einer Zeitschrift einen interessanten Artikel darüber gelesen. So viel ich verstanden habe, beschäftigen sich die Therapeutin eigentlich zu viel mit dem Menschen bzw. mit dem Mitleid etc. Das verschlimmert aber das ganze anscheinend nur. Deshalb gibt es bereits einige Therapeuten, welche mit grossem Erfolg anders arbeiten. Falls Du magst, könnte ich mal nochmals nachgraben. Es könnte aber einige Tage dauern, bis ich den Artikel wieder finde.

Liebe Orphan, ich wünsch Dir von ganzem Herzen, dass bessere Zeiten auf Dich zukommen. Gib aber nicht auf und glaube fest daran, dass sich die ganze Mühe lohnen wird.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:04:32 Uhr  Profil anzeigen
@flodderin - das ist genau das, was ich gemeint habe. Also bilde ich mir nicht nur ein, dass aus Problemen, die gar keine sind, Probleme gemacht werden. Einerseits bin ich froh, zu hören, dass andere diese Erfahrung auch gemacht haben - anderseits finde ich es sehr schade, dass man dadurch auf Hilfe verzichten muss!

Ich werfe das Handtuch nicht. Vorerst werde ich die Therapie fortsetzen. Auch wenn ich momentan keinen Nutzen sehe.

Danke für deine Worte, flodderin. Hast du denn "den richtigen Weg" bzw. "deinen Weg" nach der abgebrochenen Therapie gefunden?

Weisst du, momentan bin ich mir fast sicher, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Die Umsetzung ist sehr schwierig und dabei hätte ich mir Hilfe gewünscht. Unterstützung. Aber wenn das nicht sein soll, werde ich es auch alleine hinkriegen. Ich weiss eigentlich sehr gut, "wohin" ich will. Mein Ziel hätte ich klar vor Augen. Ich wünsche mir, dass ich es erreichen kann - wenn nötig auch alleine!
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flodderin

Deutschland
1185 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:10:42 Uhr  Profil anzeigen
Ja, ich habe den richtigen Weg gefunden ohne Therapie. Das klingt jetzt vielleicht total albern, aber ich hatte ein Mantra. Mein größtes Problem war immer, dass ich mich selbst gehasst habe. Ich habe mich selbst verletzt. Nachdem die Therapie gescheitert ist, habe ich mir ein Armband gemacht. Darauf stand, ich bin gut so, wie ich bin und ich werde geliebt und liebe mich selbst. Immer wenn ich wieder drauf und dran war, mir wehzutun, habe ich darauf geschaut und ich konnte diesen Zwang bekämpfen!
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:17:19 Uhr  Profil anzeigen
@fabian - danke für deine Worte. Du musst den Artikel nicht suchen. Momentan habe ich genug von Therapien bzw. versuche meine über die Bühne zu bringen.

Mir ist klar, dass ihr unsere Familiensituation nicht beurteilen könnt. Das verlange ich auch nicht - bzw. darum ging es mir nicht. In erster Linie wollte ich einfach wissen, ob es normal ist, dass Therapeuten stochern, wo es nichts zu stochern gibt.

Ich kann mir vorstellen, dass Beziehungsprobleme mit der Kindheit zu tun haben können. Und natürlich können Beziehungsprobleme auftreten, wenn man vergewaltigt wurde. Aber das "komische" daran ist, dass die Therapeutin meine Schwester auf die Idee gebracht hat und nicht umgekehrt. Der Gedanke einer Vergewaltigung müsste doch eigentlich vom Patienten kommen! Oder liege ich da so falsch?
Nie war eine mögliche Vergewaltigung ein Thema zwischen mir und meiner Schwester. Ich denke immer wieder darüber nach. Es gibt keine Hinweise. Mir fällt absolut nichts ein. Nicht mal ein Mann, der in unserer Nähe war und auch noch infrage käme. Unseren Vater hat sie ja kaum gekannt. Ich war 8 als meine Mutter sich scheiden liess und meine Schwester 2!

Ich hoffe doch sehr, dass sich die Mühe auf irgendeine Art und Weise wenigstens ein bisschen lohnen wird !
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:19:17 Uhr  Profil anzeigen
Wow. Flodderin. Das finde ich toll. Eine gute Idee, dein Mantra! Schön, dass du es geschafft hast.
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Fiore

Schweiz
420 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:19:18 Uhr  Profil anzeigen
Liebe orphan

Ich habe auch "schlechte" Erfahrungen mit Psychologlischen Gesprächen.

Die Vergangenheit muss aufgewühl werden, weil da meist der Schlüssel ist, sagten mir immer die Psychologen. Mich machte das aber immer fertig und die Therapie raubte mir sehr viel Kraft und Energie, bis ich diese Abbrach. Mehrere Male. Aber immer, nachdem ich sie abbrach, gings mir besser. Ich fing jedes Mal an, die Zusammenhänge der Problematik zu sehen, zu verarbeiten und zu akzeptieren. Aber heute, wo es mir nicht gut geht, möchte ich nicht mehr eine Therapie machen, eben weil es mir viel zu anstrengend ist.
Ich rate öfters an, Hilfe anzunehmen. Für vieles hilft es auch.
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fabian

Schweiz
560 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:28:05 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Orphan

Das ist wahrlich seltsam. Vielleicht sucht Deine Schwester eine Begründung für ihre Probleme, komme was wolle. Und vor allem, weil es von der Therapeutin aus kam. Hm, irgendwie schon seltsam.

Aber vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dich zurzeit "nur" auf Dich und Deine eigene Familie besinnst. Nachdem Du Deinen Weg geschafft hat und Du auch die notwnedige Kraft hast, kannst Du Dich wieder um Deine Schwester kümmern. Denn ich glaube, nur wenn Du wieder ganz zwäg bist, kannst Du es auch hinkriegen, Dich mit dem Thema "Schwester" zu befassen. Oder bin ich da absolut auf dem Holzweg?
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Rubi

Schweiz
659 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:28:11 Uhr  Profil anzeigen
Liebe Orphan

ich habe letztes Jahr einen Kurs über Traumatherapie gemacht und war über die Ansätze dieser Therapeutin begeistert.

Sie sagte zum Beispiel, man muss nicht alles vergangene zerreden, wenn es nicht nötig ist. Aber sie hat uns einige Übungen gezeigt, die man als Krisenintervention machen kann. Diese Übungen gehen darum, dass man wenn es einem schlecht geht, das innere Kind (man sieht sich als Kind) tröstet und es in den Arm nimmt und erklärt, dass es sich nicht mehr fürchten muss, weil man jetzt erwachsen ist und die Verantwortung für das kleine Kind übernimmt, es ganz fest gern hat und nicht zulässt, dass man ihm etwas antut (dies natürlich in einer Entspannungs-Übung, mit z.B. einem Kissen im Arm als Symbol für das Kind).

Als ich deinen Text gelesen habe, hat er mich nicht verwundert, denn so läuft es meistens ab.

Eine Schwester von mir war auch vor vielen Jahren bei einer Psychologin und diese wollte ihr auch weiss machen, sie sei vermutlich als Kind vergewaltigt worden. Was sie irgendwie nicht glauben konnte, denn sie hatte ein gesundes Beziehungsverhätnis zum anderen Geschlecht und überhaupt nicht das Gefühl so etwas traumatisches erlebt zu haben.

Ich denke eine psychologische Beratung sollte Lösungsorientiert sein, es soll dir Lösungsansätze geben, die dir helfen mit der jetztigen Situation besser klar zu kommen und dich mit der Vergangenheit auszusöhnen, wenn es nötig ist, denn wir leben im Jetzt und Hier und an unserer Vergangenheit können wir leider nichts ändern.
Bin auch keine Fachfrau auf diesem Gebiet, aber das ist meine Meinung.

Orphan höre auf dein Bauchgefühl und wenn dir die Sitzungen nichts bringen höre damit auf.

Oh habe viel geschrieben, soll ich es wirklich senden?
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:29:01 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Fiore - ja, mir geht es ähnlich. Für mich ist die Therapie auch sehr anstrengend und eher zusätzlich zur Situation belastend. Es braucht ja auch viel Zeit, Zeit die ich anderswo viel besser brauchen könnte. Zeit, in der ich ausspannen könnte.

Wie du - würde ich mich im nachhinein auch nicht mehr zu einer Therapie entscheiden. Wünsche dir viel Kraft!
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Kathi1970


194 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:35:02 Uhr  Profil anzeigen
Hallo orphan,

es gibt verschiedene Arten von Therapien, auch solche, die mehr auf eine Änderung der gegenwärtigen probleme zielen als auf eine Analyse der Vergangenheit. Zum Beispiel eine Verhaltenstherapie. Vielleicht wäre das besser für Dich?
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eine solch intensive Auseinandersetzung mit Vergangenem in Deiner Situation nicht das ist, was Dir hilft. Und zudem kann ich gut nachvollziehen, dass Du an dem Sinn dieser Therapie zweifelst. Da gebe ich aber anderen auch recht: die Chemie muss stimmen zu dem Therapeuten! Selber hatte ich auch mal so ein Erlebnis, es war aber wenigstens eher lächerlich als belastend - die Therapeutin erzählte mir immer, wie sehr sie mich bewundere etc.
Tatsache ist aber, dass ein Therapeut Dir selten konkrete Ratschläge gibt, was diese Dame offenbar versucht, ist Deine Aussagen zu "spiegeln". Es ist sehr wichtig, dass Du ihr sagst, wenn etwas offensichtlich dabei interpretiert wird und nicht dem enstpricht, was Du gemeint hast.

Was Deine Schwester betrifft: ich glaube nur sie selber könnte Dir sagen, was da wirklich in ihr vorgeht. Weisst Du, manchmal kann man ein und dieselbe Tatsache von zwei so verschiedenen Seiten erleben, dass man denkt, es könne sich gar nicht um die gleiche Sache handeln. Wenn das mit Menschen passiert, denen man vorher so nahe gestanden hat, ist das natürlich sehr schmerzhaft.
Eine Therapie birgt immer auch Schmerz und - aber das ist meine persönliche Meinung - auch die Gefahr, stecken zu bleiben, sich in der eigenen Vergangenheit, den eigenen Gefühlen so lange zu suhlen, bis man die Gegenwart aus den Augen verloren hat. Das scheint gerade das zu sein, was Du erlebst. Und dann ist es für Dich sicher ein Zeichen, die Therapie abzubrechen und Dir andere Hilfe zu holen. Wende Dich an Stellen, die konkretere, greifbarere Hilfe anbieten, Pädagogen, Erziehungsberatung oder eben Therapien, die mehr auf das Verhalten abzielen.
Die einzige gute Erfahrung mit einer Therapie habe ich bei einer Kunsttherapeutin gemacht. Es ist ein spannender Prozess gewesen, der zudem Freude gemacht hat. Da man nie weiss, was auf einen zukommt, es sich ja zunnächst nicht auf der sprachlichen, durchdachten Ebene bewegt, muss man sich sehr unvoreingenommen darauf einlassen unfd ich habe damals Erstaunliches an mir selber erlebt und entdeckt. Es war auch die erste Therapie, in der ich mich dann in den Gepsrächen, die auch dazu gehörten, mehr mit Gegenwart und Zukunft beschäftigt habe (natürlich im Zusammenhang mit der Vergangenheit!). Es hatte für mich nichts Trauriges, Bedrückendes, sondern war ein spannender Weg der Selbsterfahrung mit viel Freude verbunden.
Der intellektuelle Weg ist nicht immer der einzige, Probleme zu bewältigen und neue Perspektiven zu gewinnen!!!
Vielleicht ist das eine Anregung....?
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:35:51 Uhr  Profil anzeigen
@fabian - du siest das richtig. Ich muss zuerst an mich denken. Das ist aber auch etwas, das ich zuerst lernen muss. Bisher habe ich immer an alle anderen zuerst gedacht !
Ich habe auch das Gefühl, dass meine Schwester momentan extrem auf der Suche nach "etwas" ist, das die Lösung ihrer Probleme herbeiführt. Wobei ich nicht mal genau weiss, was ihre Probleme eigentlich sind!

@rubi - so schöne Worte muss man immer senden ! Danke. Mein Bauchgefühl ist normalerweise sehr gut. Leider habe ich in diesem Fall nicht darauf gehört. Es war so, dass mein Bauch mir sagte, dass ich keine Therapie machen soll und mein Verstand hat immer dazwischen gefunkt und gesagt, du musst es tun ... du musst es tun! Egal. Es wird kommen wie es kommen muss!
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 07.04.2008 :  21:41:31 Uhr  Profil anzeigen
@Kathi1970 - dein Bericht ist sehr interessant. Über einiges werde ich bestimmt nachdenken. Es ist eine Anregung. Du hast sehr gut verstanden, wie ich mich momentan fühle.
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 09.04.2008 :  12:40:04 Uhr  Profil anzeigen
Orphan, ich schreibe dir zu dieser Geschichte noch eine Mail!
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  01:05:24 Uhr  Profil anzeigen
Danke - seestärndli!
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:02:06 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: flodderin

Ja, ich habe den richtigen Weg gefunden ohne Therapie. Das klingt jetzt vielleicht total albern, aber ich hatte ein Mantra. Mein größtes Problem war immer, dass ich mich selbst gehasst habe. Ich habe mich selbst verletzt. Nachdem die Therapie gescheitert ist, habe ich mir ein Armband gemacht. Darauf stand, ich bin gut so, wie ich bin und ich werde geliebt und liebe mich selbst. Immer wenn ich wieder drauf und dran war, mir wehzutun, habe ich darauf geschaut und ich konnte diesen Zwang bekämpfen!


Nun ja albern finde ich das nicht, aber seltsam finde ich das schon, dass du auf einmal keine Therapie mehr brauchst. Wurde denn bei Dir eine Diagnose festgestellt? Z.B. Borderline Störung oder so etwas?? Denn dann ist es ganz bestimmt wichtig eine Vergangenheitsbewältigung zu erörtern. Denn oft ist es gerade bei der Diagnose schwer einen geeigneten Therapeuten zu finden. Aber schön, dass du eine Säule gefunden hast die dich trägt
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:09:25 Uhr  Profil anzeigen
... übrigens, heute habe ich ein Gespräch im Radio verfolgt, in dem es um psychische Probleme ging. Dazu sagte der Experte folgender Satz: "Es ist immer BESSER, wenn man es aus eigener Kraft schafft und KEINE professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss!

Das ist doch mal eine Aussage. Die gefällt mir sehr.
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Mondstern

Schweiz
3213 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:20:28 Uhr  Profil anzeigen
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Psychologische Hilfe nicht immer das Wahre ist. Es kommt immer auch darauf an an was für ein Mensch der Psychologe ist.

Meine Mutter ist seit über 20 Jahren bei der gleichen Psychologin wegen schweren Depressionen. Als sie sich umbringen wollte, als ich ca 11 Jahre alt gewesen war, nahm mich meine Mutter mit. Die Psychologin gab mir die Schuld am Zustand meiner Mutter.

Ich bemerkte auch all die Jahre, dass es meiner Mutter überhaupt nicht besser geht wegen der Psychologin.
Es kommt bestimm auf den Menschen an der diesen Beruf ausführt, aber man sollte wirklich auch aufpassen.

Vielleicht wäre es gar nicht schlecht Deiner Schwester einen Brief zu schreiben. Auch wenn Du darauf keine Antwort erhälst, sie wird ihn lesen und es wird sie berühren!
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:23:41 Uhr  Profil anzeigen
@Mondstern
Wenn jemand 20 Jahre bei der gleichen Psychologin in Behandlung ist, ist sowieso etwas falsch gelaufen.
Ich habe mal gelernt, dass man gar nicht immer in Behandlung sein sollte, das bringt irgendwann doch nichts mehr. Bekommt sie keine Medis?
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Mondstern

Schweiz
3213 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:28:51 Uhr  Profil anzeigen
Doch sie nimmt ein grosser Medicocktail. Meiner Meinung nach verschlimmert dies die ganze Situation. Und das eine Krankenkasse so lange eine Behandlung bezahlt ohne dies zu hinterfragen finde ich auch total daneben.

Mit meiner Mutter kann man darüber nicht reden, sie nimmt von uns nichts an.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:37:39 Uhr  Profil anzeigen
@Mondstern - ja das ist wirklich eine lange Zeit für eine Therapie. Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass man Medikamente nicht allzu lange einnimmt. Auch eine Therapie sollte nach einiger Zeit vorbei sein. Beides soll eine Hilfe darstellen, um die Dinge wieder klarer zu sehen. Aber für mich ist klar, dass man sein Leben selber in der Hand behalten muss!
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gipsy


72 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:38:42 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Orphan,
Ich habe tatsächlich mehr Fortschritte gemacht, seit ich meinen eigenen Weg gefunden habe.
Meditation hilft mir, immer wieder Kraft zu tanken!
Aus eigener Kraft, habe ich mehr erreicht, als mit Ärzten oder Therapeuten. Ich hatte viele Jahre schlimme Panik-Attaken. Und mittlerweile geht es mir sehr gut!
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:39:55 Uhr  Profil anzeigen
Wenn man ein Medi einfach ein bisschen zur Unterstützung nehmen muss, macht es nicht wenn man es länger nimmt. Aber wenn man einen Cocktail hat, ist es sicher mehr schädigend wie etwas anders.
Da läuft ja vermutlich einiges falsch.
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Mondstern

Schweiz
3213 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:43:47 Uhr  Profil anzeigen
Meine Mutter nimmt die Medis seit über 20 Jahren. Ich denke sie kann gar nicht mehr ohne leben. Das tönt vielleicht etwas hart, aber ich bin froh habe ich nicht so viel Kontakt zu meiner Mutter und ich bin froh dass sie nicht in meiner Nähe wohnt. Dann muss ich mir das ganze nähmlich nicht ansehen. Helfen können wir ihr sowieso nicht.
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:45:49 Uhr  Profil anzeigen
[quote]Original erstellt von: orphan

... übrigens, heute habe ich ein Gespräch im Radio verfolgt, in dem es um psychische Probleme ging. Dazu sagte der Experte folgender Satz: "Es ist immer BESSER, wenn man es aus eigener Kraft schafft und KEINE professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss!

Das ist doch mal eine Aussage. Die gefällt mir sehr.

Es gibt aber Fälle da braucht man professionelle Hilfe. Und nicht jeder Psychologe ist schlecht. Und es ist schwer den richtigen zu finden. Man bekommt von einem Psychologen oder Therapeuten immer nur das zu hören, was man ihm auch erzählt. Zaubern können die auch nicht obwohl das schön wäre
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:47:54 Uhr  Profil anzeigen
Ja das glaube ich Mondstern. Das würde mir ziemlich an die Nerven gehen, wenn ich da zuschauen müsste.
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Mondstern

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3213 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:51:25 Uhr  Profil anzeigen
Aufgrund meine Kindheit hatte ich eh nie eine enge Bindung zu meinen Eltern. Deshalb fällt es mir nicht so schwer, Abstand zu halten. Ich habe einfach hin und wieder Kontakt, damit meine Kinder die Grosseltern und meine Eltern die Enkelkinder haben.
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:52:43 Uhr  Profil anzeigen
Ja, das ist vielleicht besser so in diesem Falle.
Mir würde dies sehr schwer fallen, wir sind eine richtige Familienbande :-)
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Mondstern

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3213 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  21:53:23 Uhr  Profil anzeigen
Ich beneide Dich darum Seestärndli
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orphan

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1730 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  22:05:21 Uhr  Profil anzeigen
@Unicorn - das sehe ich ein bisschen anders. Genau da liegt ja das Problem. Die Therapeutin, spricht eben nicht über das, was ich erzähle. Sie "erfindet" etwas bzw. versucht Dinge einzureden, die gar nicht existieren! Ich war ja sehr offen und habe den Weg selber eingeschlagen, musste aber nun feststellen, dass mir überhaupt nicht gefällt, was da abgeht!
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2008 :  22:11:40 Uhr  Profil anzeigen
@Mondstern, ich bin mir bewusst, dass dies ein enormes Geschenk ist. Meine Eltern feierten am Dienstag ihren 30. Hochzeitstag, das mussten wir natürlich etwas feiern!

Orphan, du siehst das schon richtig!
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Unicorn

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245 Beiträge

Erstellt  am: 11.04.2008 :  19:45:28 Uhr  Profil anzeigen
@Orphan aber das ist es doch was ich sage. Es ist schwer den richtigen zu finden. Wenn du das so siehst, dass deine Therapeutin einen ganz anderen Weg einschlägt als du ihn Dir vorgestellt hast, dann musst du ihr sagen, dass du mit den Ergebnissen nicht zufrieden bist. Und wenn das nicht hilft, solltest du wechseln. Aber mal ganz davon abgesehen verstehe ich nicht wenn ihr miteinander sprecht und du merkst, so will ich das nicht und das stimmt so nicht, dass du ihr das nicht direkt sagst. Denn es ist ja auch total wichtig eine Vertrauensbasis zu schaffen zwischen Patient und Therapeut.

Z.B. Der Kinderarzt. Wenn du mit Deinem Kind zum Kinderarzt gehst möchtest du doch, dass Dein Kind wieder Gesund wird. Du redest mit Ihm über Deine Ängste und Sorgen, über alternative Behandlungsmethoden usw. eben was Dich psychisch belastet. Wenn du merkst, du wirst nicht ernstgenommen oder du wirst "abgewinkt" dann wechselst du doch direkt den Kinderarzt oder?! Und so finde ich, ist es mit den Therapeuten.
Also Orphan hab keine Scheu du bist eine "Toughe" Frau. Liebe Grüße Unicorn
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orphan

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1730 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  11:35:34 Uhr  Profil anzeigen
@Unicorn - nein, den Kinderarzt kann man dann leider nicht einfach wechseln. Oder würdest du eine 1 h fahren, um zu einem Kinderarzt zu kommen? Bei mir in der Region - 30 min. Fahrzeit - gibt es zwei Kinderäzrte. Den einen kannst du überhaupt nicht brauchen und mit dem anderen musst man dann wohl vorlieb nehmen!

Klar spreche ich die Therapeutin direkt an. Aber eigentlich könnte ich genauso gut zu Hause eine Wand aussuchen, mich davor stellen, und ihr alle meine Ängste und Sorgen anvertrauen. Mir würde es wahrscheinlich besser tun !

Langsam habe ich das Gefühl, dass ich mit allem was einen "weissen Kittel" trägt, auf Kriesfuss stehe ! Wahrscheinlich muss ich mich einfach daran gewöhnen!
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  11:52:52 Uhr  Profil anzeigen
Unicorn, da fällt mir grad noch was ein. Beim ersten Versuch bekam ich die Meldung, dass es für eine Therapie eine Wartezeit gibt und mir in absehbarer Zeit niemand zugeordnet werden kann. Das bedeudet für mich ja dann auch, dass ich entweder mit der Therapeutin die ich nun habe, zurecht komme oder den ganzen Versuch abbreche! Oder aber ich nehme eine laaaaange Fahrzeit in Kauf, suche eine andere Therapeutin und zahle alles selbst! Super Alternativen, die mir angeboten wurden!
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  11:54:27 Uhr  Profil anzeigen
Ja Orphan dass würde ich, wenn es um mein persönliches wohlbefinden geht und das wohlbefinden meiner Kinder

Aber wie gesagt jeder ist für sich selbst verantwortlich und tut das was er für richtig hält.

Was mich aber noch interessiert ist, wie möchtest du denn jetzt weiter vorgehen?
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  12:00:25 Uhr  Profil anzeigen
Ja ich weiß Orphan, das ist schon scheiße :o) Sorry den Ausdruck!!! Aber letztendlich wenn du das für Dich als sehr wichtig empfindest und Du meinst bei Dir ist alles im "argen" solltest du darüber nachdenken, dir eine Alternative zu suchen.
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orphan

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1730 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  12:03:22 Uhr  Profil anzeigen
Weiss noch nicht, wie's weitergeht. Mal schauen. Hab soviel um die Ohren momentan, das ich machen muss (Babysitter, die Untersuchungen meines Sohnes, mein Meniskus etc.).
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  12:03:30 Uhr  Profil anzeigen
@unicorn
Nicht immer kann man sein persönliches Wohlbefinden an obereste Stelle "stellen". Orphan wohnt wie sie schreibt nicht zentral. Wenn die Kasse die Therapie nicht übernimmt, kann dies eine enorme finanzielle Belastung werden. Zudem muss ein Babysitter organisiert werden, da sie ja dann sicher viel länger weg ist, wie wenn sie in der Nähe ihn eine Therapie geht. Wenn du ihre Beiträge liesst, merkt man ja schnell, dass dies mit ihrem älteren Sohn alles sowieso noch viel schwieriger ist.
Ich finde auch, dass dies keine gute Lösung ist, wenn sie nicht weiterkommt. Aber ich weiss ihr momentan auch keinen obertollen Rat, diesbezüglich.
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Unicorn

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245 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  12:35:51 Uhr  Profil anzeigen
@seestärndli Ja klar das weiß ich. Aber ich finde schon, dass das persönliche Wohlbefinden einer Mutter oder den Eltern an oberster Stelle stehen muss. Denn die Eltern sind immerhin der Motor des ganzen. Wenn dass dann nicht mehr funktioniert, funktioniert gar nichts mehr. ;o)

Orphan hat ja im moment einige "Baustellen". Wichtig ist erst einmal alles andere nacheinander abzuschließen und zuzumachen. Dann kannst Du Orphan Dich neuen Sachen zuwenden.
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orphan

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1730 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  12:44:59 Uhr  Profil anzeigen
Ja, da habt ihr vollkommen recht. Es wird bestimmt einige Zeit dauern, bis "meine Baustellen" wie du das so schön nennst, Unicorn, abgeschlossen sind.

Wisst ihr, langsam komme ich zu der Überzeugung, dass meine Therapie das Forum ist. Wenn ich früher eine "beste" Freundin gehabt hätte, wäre ich nie und nimmer in diese missliche Situation geraten. Ich habe hier einige ganz liebe Leute getroffen, die mir immer wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen. Etwas besseres hätte mir nie passieren können. Ich dachte einfach, dass es mir vielleicht noch mehr helfen würde, eine richtige Therapie zu machen. Aber momentan scheint es einfach nicht der richtige Weg für mich zu sein. Vielleicht ist es einfach zur früh ... der falsche Zeitpunkt ... falsche Therapeutin ... ich weiss es nicht. Aber solange ich dieses Forum hier habe, fühle ich mich eigentlich wohl und "verstanden".

Das soll ein liebes Dankeschön an alle sein!
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Unicorn

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245 Beiträge

Erstellt  am: 14.04.2008 :  13:01:14 Uhr  Profil anzeigen
schön Orphan, dass Du das so siehst.

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orphan

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1730 Beiträge

Erstellt  am: 19.04.2008 :  22:19:16 Uhr  Profil anzeigen
Ich war trotzdem nochmals da. Kann's selber nicht glauben, wie sich alles entwickelt hat. Habe nochmals versucht zu erklären, wie ich mich fühlen und dass mir die Gespräche auf diese Art und Weise nicht helfen. Sie meinte darauf hin, dass es für mich wohl nicht die richtige Therapie sei und mir wohl eine andere "Hilfe" suchen müsse! Na super. Eine Psychologin, die mit mir überfordert ist !

@Unicorn - was ich noch sagen wollte. Sicher würde ich unter normalen Umständen auch über eine Stunde zu einem Kinderarzt fahren. Wie aber sieht es auch, wenn du dann ein Kind auf dem Rücksitz hast, das über eine Stunde weint und panisch schreit, weil es nicht zum Arzt will? Dann wähl ich doch lieber einen kürzeren Weg. Auf diesem Weg hatte ich nämlich oft schon das Gefühl, dass mein Sohn vor lauter schreien bald keine Luft mehr bekommt. Ich denke nicht, dass diese Situation "gesund" ist!

Hab gleich noch eine Geschichte für Unicorn - schreib das nur, weil bei dir immer alles "so" einfach tönt!

Ich war im SozBZ (Sozialberatungszentrum). Ich wollte mich erkundigen über Erziehungsberatung. Ich habe gelesen, dass man dort "Ratschläge" bekommt im Zusammenhang mit Kindern wie mein Sohn!
Also - bin extra dorthin gefahren. Sie haben mir dann dort auch sofort einen Termin angeboten bei der Beraterin. Am Schluss musste ich noch Namen und Adresse angeben.
Sie: Aus xxx? Ich: Ja, wieso ist das ein Problem? Sie: Ja, das ist ein Problem. Diese Gemeinde ist uns nicht angeschlossen. Ich: Wieso nicht? Sie: Sie sind der Region xxx zugeteilt. Ich: Aha. Na gut. Dann mache ich eben dort ein Beratungsgespräch ab. Sie (immer mulmiger): Das geht nicht. Die bieten diesen Dienst nicht an. Ich: Und jetzt? Sie: Tut mir leid, wir können Ihnen nicht helfen. Wenn wir Ihnen einen Termin geben, bezahlt uns die Aufwendungen niemand!

Langsam steh ich über solchen Angelegenheiten! Ich nehm's immer mehr mit Humor. Aber jemand, der weniger Kraft hat als ich, hätte wahrscheinlich schon lange "die Kriese" bekommen! Ich bin momentan sehr glücklich, dass ich der Typ "Steh auf Männchen" bin. Oder wie sich meine Psychologin ausgedrück hat: "Sie sind halt ein "Macher" und nicht ein "Redner"!

Bearbeitet von: orphan am: 19.04.2008 22:21:17 Uhr
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 20.04.2008 :  19:14:14 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Orphan

Als ich Deine Zeilen gelesen habe, und dann auch meinem Mann vorgelesen habe, haben wir uns angeschaut und wir mussten beide lächeln. Nicht um uns darüber lustig zu machen, nein, wir haben beide das gleiche gedacht Mein Mann sagt auch immer bei Dir hört sich immer alles so einfach an. Weißt du Orphan ich bin auch der "Macher" und versuche immer den Weg zu gehen, dass es eine "win win" Situation gibt. Aber, ich lasse auch nicht locker und scheue auch keine Aufwände. Ich weiß, dass es manchmal nicht einfach ist und man schwierige und steinige Wege gehen muss. Manche Wege dauern auch länger. Orphan, ich wollte auf keinen Fall, das sich meine Beiträge kränkend oder Oberlehrerhaft für Dich anhören.
Ich verstehe Deine Situation sehr gut und ich lese immer wieder gerne Beiträge von Dir.
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orphan

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1730 Beiträge

Erstellt  am: 20.04.2008 :  19:23:29 Uhr  Profil anzeigen
@Unicorn - wie soll ich denn nun das wieder verstehen. Meine Beiträge sind unterhaltsam - na super. Ich hab mir schon überlegt, ob ich ein Buch schreiben soll, über alles, was ich schon erleben durfte. Vielleicht hätte ich ja tatsächlich Erfolg.
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