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 Liliput Forum Archiv - Stand 17. November 2008
 Plaudereien aus dem Kinder und Familien Alltag
 Kindererziehung - «Konsequent bleiben».. Aber wie?
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Seite: von 3

orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 19.08.2008 :  22:26:30 Uhr  Profil anzeigen
@frosch - sorry aber darüber kann ich noch nicht mal mehr schmunzeln.
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leni70

Schweiz
2517 Beiträge

Erstellt  am: 19.08.2008 :  22:45:56 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Orphan

ich habe nicht alles gelesen, weil da schon viel zusammen gekommen ist. ¨

Für mich ist es nervenaufreibend mit den beiden Kurzen einkaufen zu gehen, ich mach das während die Grossen in der Schule sind.

Der Jüngste (fast 2) steht alle paar Sekunden im Wagen auf. Blöde Angewohnheit, aber als zukünftiger Freeclimber muss er ja üben. Also wird er mit so einem Laufgestältli ins Sitzli Wagen gebunden. Das muss ihm auch gar nicht passen, nur MIR und das tut es. So kommt er auch nicht an alles ran.

Nr. 3 hilft sehr gerne einkaufen, vieles was ich gar nicht brauch. Er fasst vieles an, es gibt Dinge, die ich ihn anfassen lasse, aber die Gläser (Konfi etc) die muss er lassen. Seit meine Nr. 2 innerhalb von einem Einkauf Essig, Bodylotion und Eier durch den Laden geschmissen hat, bin ich irgendwie geeicht.

Nr. 3 hat einen kleinen Einkaufswagen, da packt er Sachen rein, die ich ihm gebe. Dazu kriegt er meistens ein Weggli und was zu trinken, das beschäftigt ihn. Die einzige Abteilung in die er weg rennt ist die Spielzeugabteilung wenn wir davor sind, aber ich weiss immer wo er dann ist. Wenn er brav war, kann er noch kurz in die Spielecke, dann trink ich in Ruhe etwas. Wenn er sich nicht benimmt geht "sein" Einkaufswagen zurück nach draussen und er muss sich bei mir raufstellen, das stinkt ihm gewaltig genug, dass er es wenigstens versucht. An der Kasse fragt er konsequent nach einem Autöli, das er konsequent nicht kriegt, einfach weil wir hundertausend Autos haben.

Ich versuche konsequent zu sein, aber es gelingt mir nicht immer, je nach Tagesform, nach Situation und nach Stimmung. Aber ich erklär es ihnen, wenn etwas nicht geht. Warum es Konsequenzen hat. Ich versuche die Konsequenzen in Zusammenhang mit ihrem nicht Gehorchen zu bringen. Es nützt ja nichts, wenn er abends nicht fernsehen darf, weil er am Morgen eine Einkäuferin umgefahren hat. Das eine hat ja mit dem anderen überhaupt nichts zu tun und bis am Abend hat er sein Missgeschick längst wieder vergessen. Darin sind ja Kinder wirklich gut, was ihren Ungehorsam angeht, ist das Kurzzeitgedächtnis genau so wie das Langzeitgedächtnis komplett abwesend.

Ich finde es toll, dass du das Thema eröffnet hast. Ich habe dir keine Tipps, aber die von Nuggitante fand ich gut. Nur eines geht bei mir zum Beispiel gar nicht. Ich kann die Kinder nicht nicht mehr mitnehmen, ich muss, da sind mir die Hände gebunden. Und nicht einkaufen gehen das will ich nicht, so komm ich doch hie und da auch noch von hier weg.
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leni70

Schweiz
2517 Beiträge

Erstellt  am: 19.08.2008 :  22:51:52 Uhr  Profil anzeigen
Joja,

weisst du, warum Orphan sich aus dem Forum verabschiedet hat und ihren Job kündigen wollte?

Weisst du um die Gesundheit von Orphans Kind Bescheid?

- Sorry, wenn du wirklich Bescheid wüsstest, dann würdest du Orphan nicht angreifen... ich habe vier Kinder, sehr anstrengend und ich könnte sie manchmal an die Wand nageln... aber ich würde keinen Moment mit Orphan tauschen wollen...

Sorry, Orphan, ich meins nicht bös... ich ertrag es nicht, dass du angegriffen wirst.
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Söili


53 Beiträge

Erstellt  am: 19.08.2008 :  23:00:47 Uhr  Profil anzeigen
Hmmm....

Wenn ich mich da so durch lese lerne ich so einiges dazu, also im Dienste der Kinderbeteuung NIE mehr ohne Fahrradschloss Ausflüge machen, wie ich am besten mit Kindern Einkaufe, mit was ich die Kinder belohnen könnte und so weiter!

Ich habe mir mal Gedanken gemacht was eigentlich in der Kindererziehung unter Konsequenz zu verstehen ist. Meiner Meinung nach ist es so dass man nur Konsequent sein kann wenn man auch Konsequenzen, Regeln und Grenzen kommuniziert die mann auch selbst einhalten kann. "Du must ins Auto wenn du nicht gehorchst" androhen wenn es 30Grad ist und schon vorn heweg klar dass das nicht geht macht wenig Sinn.
Ich würde auch empfehlen die Androhung nicht mehr als dreimal zu wiederholen und beim vierten Nichtgehorchen durchgreifen.
Bei Regeln wie Tischmanieren, Einkaufen, Anstand sollte sich der Erzieher/die Erzieherinn gut überlegen ob sie sich denn selbst auch an die Regeln hält.
Wie ihr sicher schon wisst hilft es nicht viel wenn ihr dem Kind im Schrei-Ton mitteilt, dass es doch entlich still sein soll, denn so schreit es erst recht! Dass es perplex aufhört zu schreien mag einmal funktionieren da gebe ich euch recht.
Noch etwas zum Thema: die Kinder nicht mehr ertragen wenn sie laut sind. Wie wäre es wenn ihr euch dann ins Zimmer, Büro, Badezimmer egal was aber es sollte abschliessbar sein und ihr solltet euch ablenken können zurückzieht?! Ihr macht die Türe erst wieder auf wenn die Kinder ruhig sind, wenn sie toben vor der Türe und nicht aufgeben dann gibt es eine Runde Wc-Putzen unter Aufsicht der Betreuungsperson (funktioniert erfahrungsgemäs auch bei zwei jährigen).

Ach übrigens finde ich es auch sehr wichtig WIE mann Konsequenzen, Regeln und Grenzen kommuniziert, dieses Thema beschäftigt mich so sehr dass ich in meiner Ausbildung eine Arbeit darüber schreiben werde:-)
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jeanne


76 Beiträge

Erstellt  am: 19.08.2008 :  23:19:28 Uhr  Profil anzeigen
hallo orphan,

du hast sehr viele antworten bekommen,habe nicht alle durchgelesen.
erstmal möchte ich dir sagen, dass du
deine mutter-kompetenzen nicht an diesem verhalten deines sohnes festmachen kannst. viele denken immer, das verhalten des kindes hat mit der erziehung zu tun. ich denke das stimmt bis zu einem gewissen grad. aber es gibt so viele fälle, wo die geschwister derart unterschiedlich sind, trotz gleicher erziehung. ich könnte dir einige beispiele nennen. aber ich denke, es gibt kinder die hören mehr auf das was man sagt und andere einfach weniger.
ich an deiner stelle würde mich wenn möglich nicht mehr dieser stresssituation aussetzen. zumindest für die nächsten wochen. dann kannst du wieder versuchen mit kurzeinkäufen das zu üben.
was das essen angeht, kann ich dir auch nicht wirklich tipps geben. ich weiss jetzt auch nicht ob deiner nur kein obst und gemüse isst oder ob er generell nichts isst was aufgetischt wird. was ich aber verstanden habe ist, dass dein sohn genauso konsequent ist wie du.

ich sage dir mal, was mein jüngere bruder früher alles nicht gegessen hat und heute ist er den grossteil davon:
keine: weissen teigwaren, polenta, gemüse,reis,kartoffeln in fast jeder zubereitung. meine mutter war oft auch fast am verzweifeln.
er hat aber sehr viele früchte gegessen.
zum essen kannst du deinen nicht zwingen, ich würde es mal so belassen und von dem aufgetischten essen lassen was ihm schmeckt und gut.
ich denke wenn sehr viele stresssituationen sind, muss man sich auch etwas schützen. das heisst, er isst keine gemüse, dann soll er es weg lassen, ev. ne frucht mehr anbieten, er macht ärger beim einkaufen, stress dich nicht, lass in zuhause.
es bringt auch nichts, wenn du auf biegen und brechen sachen durchziehen willst die einfach nicht gehen. manchmal muss man etwas warten und es klappt dann besser, aber das geht natürlich nicht bei allen dingen, bitte nicht falsch verstehen.

übrigens finde ich, dass eine gute mutter immer wieder hinterfragt ob sie dies und jenes richtig macht. du machst dir gedanken über die erziehung und das macht eine gute mutter aus. wir sind alle nicht perfekt und so ist es auch richtig.

viel kraft

jeanne
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Velofahrer


311 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  00:22:06 Uhr  Profil anzeigen
Gerne beantworte ich deine Eingangs-Frage:

Zitat:
Original erstellt von: orphan
Was mich mal interessieren würde, was heisst für euch "konsequent". Wie sieht das aus im Alltag. An einem konkreten Beispiel.


PS: habe keine einzige Antwort von anderen Mitschreibern gelesen, vielleicht ist also manches schon vorgekommen....

Konsequent sein heisst auch: Cool bleiben ihr Erwachsenen! Nicht erpressen lassen vom „herum gezicke, trötzele und stämpfele“, gerade in Situationen welche für die betroffenen Erwachsenen manchmal "unangenehm" sein können. Gibst du in dieser Situation nach, dann steht es in diesem „Spiel“ 1:0 für das Kind. Natürlich ist es nicht immer ganz einfach, gerade in der heutigen Zeit in der man schnell mal kritische und misstrauische Blicke für sein Handeln ernten kann.
Da heisst es, die Scheuklappen anzuziehen und sich voll und ganz auf die Kinder zu konzentrieren. (Ein Beispiel: ein Lokomotivführer muss hellwach sein und sich vorausschauend, voll und ganz auf seine Strecke konzentrieren, bzw. die Signale (sofern noch vorhanden) beachten, er kann nicht einfach aus dem Fenster schauen und die schönen Badenixen am Seeufer betrachten). Egal ob Eltern oder Lokführer, es ist für beide nicht immer einfach sich voll und ganz auf die eine wirklich wichtige Sache zu konzentrieren, es sind beide „nur“ Menschen und beide können relativ einfach abgelenkt werden oder sind auch mal Müde. Aber man kann es üben, die Ruhe zu bewahren und sich zu konzentrieren, bzw. sich nicht ablenken zu lassen. Je nach Menschenschlag gelingt dies besser oder schlechter.

Zitat:
Original erstellt von: orphan
Wo ist die "Konsequenz" und vorallem, wenn das Kind sich nicht daran hält. Wie sieht die Strafe aus?


Hier ist Sie (die Konsequenz):

Der nachfolgende Text hat auch mit Konsequenz (bzw. mit konsequenter Erziehung) zu tun. Ich muss dazu allerdings ein bisschen ausschweifen.....
Was könnte man gegenüber dem Kind auch noch besser machen, damit es besser verstehen lernt? Eine Herdplatte ist in eingeschaltetem Betrieb bekanntlich verflixt heiss und niemand möchte das sein Kind sich die „Tatzen“ verbrennt. Was kann man nun mit einem Kind machen, welchem man schon zig Mal „eingetrichtert“ hat: die Herdplatte ist heiss und wenn du sie berührst dann verbrennst du dir die Finger! Das neugierige Kind aber trotzdem immer wieder „Fadegrad“ in Richtung Herd zusteuert? Ganz einfach! (Für die Kopflosen unter euch: das nachfolgende Beispiel funktioniert nicht mit Babys, ich denke so ab 3 J. sollte es gehen, je nach Entwicklungsstand)! Man nehme einen Stuhl und stelle diesen an den Herd, verfrachte das Kind auf den Stuhl (sofern es nicht selber aufsteigt) nehme seine Hand/Arme in die seinige und führe dem Kind vor wie heiss so eine Platte sein kann. Es wird die Hände automatisch zurückziehen wenn es ihm zu heiss wird. (Selbstverständlich darauf achten, dass es sich keine Verbrennungen zuzieht und bedenken, eine Kinderhand erträgt nicht so viel Hitze wie die eigene (erwachsene) Hand). (Funktioniert prima, jedenfalls in meinem/unserem Umfeld)! Somit erübrigt sich für dieses Beispiel die Frage nach der Strafe.

In dem man das Kind mit realen Erlebnissen erzieht und nicht einfach vor dem Fernseher parkt (und somit verzieht) wird es verstehen lernen. Es gibt heutzutage leider viele Eltern welche ihre Kinder mit dem Fernseher beschäftigen und sich dann wundern wenn ihre Kinder die unkontrollierbaren Verhaltensmuster von Spongebob & Co annehmen.

Dann ist da auch noch die ewige Prinzipienreiterei (z.B. dem Kind sagen: das macht man nicht, ist unanständig, hör jetzt endlich auf sonst..., usw.) gegenüber den Kindern ist manchmal kontraproduktiv und führt i.d.R. in die berühmte Sackgasse. Vor allem dann wenn das Kind die Argumentation der Erwachsenen nicht versteht (wie sollte es auch).

(Orphan: alle obige Aussagen von mir bedeuten nicht das ich der Ansicht bin das du irgendwas in deiner Erziehung falsch gemacht hast (oder machst). Wie sollte ich das den Wissen, wenn ich dich nicht kenne, es ist vielmehr eine allgemeine Antwort meinerseits auf deine Frage(n).

Guet Nacht!
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Helmi47

Schweiz
3074 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  00:49:31 Uhr  Profil anzeigen
Velofahrer, den Hinweis mit der Prinzipienreiterei finde ich ganz wichtig. Das geht in der Hitze des Gefechts oft vergessen (bei mir auch und ich nehme mich auch gerade wieder an der Nase). Die Herdplattengeschichte ist hingegen wohl ziemlich bekannt inzwischen...

Jeanne, ich habe wohl den gleichen Bruder wie du. Meiner hat als Kind gegessen: Milch mit und ohne Schoggipulver, Reis, Teigwaren (ohne Butter und Käse), Brot, Wurst und mehr kommt mir nicht in den Sinn. Salat hat er in seinem ganzen Leben erst 1x gegessen, Früchte: Bananen und Gemüse isst er inzwischen einige wenige. Wieso der keine Mangelerscheinungen hatte und hat, ist absolut unerklärlich. Meine Mutter hat sich natürlich auch den Kopf zerbrochen wie Orphan. Zum Glück hatten die anderen drei die normalen Macken, sonst wäre sie wohl auch verzweifelt. Inzwischen ist er 40 und lebt immer noch.

Ich bewundere immer die konsequenten Mütter hier und in den Erzählungen meiner Krippenmamis und -Papis. Aber ganz ehrlich, Orphan: ich glaubs eigentlich den Meisten nicht ganz

Ich selbst habe sehr Mühe mit der Konsequenz. Ich gebs mehr oder weniger gern zu. Zum Teil bin ich wohl einfach zu bequem und zum anderen kann ich manchmal nicht so gut unterscheiden, wo ists noch "Konsequent sein" und wo fängt das "Macht ausüben" an. Klar, über die Strasse wird nicht gerannt etc. Aber ein Kind zu zwingen, einen Milchreis aufzuessen, wäre mir wohl zu blöd. Man könnte doch auch positiv formulieren, dass hier ein neugieriges Kind etwas Neues ausprobieren wollte?

Orphan, du hast noch eine PN
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joja

Schweiz
109 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  07:24:25 Uhr  Profil anzeigen
Ja orphan, wenn du über mein Beitrag lachen musst, dann kann ich dir auch nicht helfen.
Ich finde einfach, wenn die Mutter schon nicht konsequent ist, wie soll es dann das Kind lernen?
Oje, oje-ich will dir wirklich nicht zu Nahe treten, dies war nur meine Meinung,
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joce


294 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  07:24:30 Uhr  Profil anzeigen
jedes elternteil darf ab und zu zum feuerspeienden vulkan werden ;) und das ist auch gut so.
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siby


3025 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  08:54:10 Uhr  Profil anzeigen
Ich muss nun auch noch mal etwas dazu sagen.

Wir als Eltern müssen uns doch auch zuerst die Frage stellen, was will ich unbedingt von meinem Kind.

Will ich, dass es alles auf isst? - Für mich steht da ein klares NEIN, meine Kinder sollen nicht unter Zwang essen, sondern soviel wie sie mögen und was sie mögen. Wenn ein Kind etwas nicht mag, dann lässt es das Essen eben stehen und isst dafür ein Stück Brot. Ich koch allerdings schon meistens so, dass ich nicht allen Kindern dauernd Brot verteilen muss.

Will ich, dass sie abends pünktlich ins Bett kommen? - Ja natürlich, denn Kinder brauchen ihren Schlaf, damit sie ausgeruht wieder in die Schule können.

usw. wenn man sich im Klaren darüber ist, was man bei seinen Kindern unbedingt durchsetzen möchte, kann man sich auch Gedanken über die Konsequenzen machen. Konsequenzen sollten aber vorher immer klar definiert werden.

Ein Beispiel hab ich grad noch. Wir haben ja junge Büsis. Meine Tochter liebt die beiden über alles, meint aber, sie müsse sie den ganzen Tag rumschleppen, vom Katzenbaum runterholen usw. Ich hab dem Spiel ein bisschen zugesehen und hab mir gedacht, jä nu wenn sie ein paar mal gespürt hat, wie sich die Kätzchen wehren, dann hört sie wieder auf. Aber nein, sie ist überall verchräblet, und macht weiter. Nach einiger Zeit hab ich dann mit ihr geredet und ihr erklärt, dass es so nicht geht, dass die Katzen keine Spielsachen sind und sie die beiden nicht immer rumtragen darf. Jo Jo Mami...in einem Ohr rein im anderen wieder raus.
Dann hab ich ihr klipp und klar die Konsequenzen gesagt. Du darfst die Büsis streicheln, aber nicht herumtragen und wenn sie runter wollen, lässt du sie runter. Und sonst muss ich dich leider auch den ganzen Tag auf meinen Schoss nehmen, damit du merkst wie sich die Büsis fühlen.
Das Spielchen haben wir vielleicht 5 Mal gemacht (5min Auszeit auf meinem Schoss). Sie sass schreien und tobend auf meinem Schoss ( sicher find ichs auch nicht toll, wenn die ganze Nachbarschaft, mein schreiendes Kind hört) und seither lässt sie sofort die Kätzchen runter, wenn ich ihr sage, dass sie wieder runterwollen.

Das war mir sehr wichtig, deswegen hab ich die Konsequenzen auch durchgezogen bzw. ich bin natürlich immer noch dran. Andere Dinge sind mir nicht soooo wichtig, da droh ich dann aber auch keine Konsequenzen an.

Bearbeitet von: siby am: 20.08.2008 08:57:04 Uhr
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joja

Schweiz
109 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  09:34:09 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Leni70.
Ja ich weiss, wieso dass orphan ihren Job künden wollte und ich weiss auch, dass ihr Sohn krank ist.
Ich habe sie auch nicht angegriffen - es war nur mein Empfinden!
Es geht ja hier darum (oder es sollte mindestens so sein), dass jeder seine Meinung kund tut.
Dies habe ich gemacht - SORRY:

Bearbeitet von: joja am: 20.08.2008 09:35:03 Uhr
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Rapunzel

Schweiz
266 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  09:40:38 Uhr  Profil anzeigen
@frosch
Also ich finde es daneben, das Kind anzubinden, auch wenn es noch so nervt.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  09:51:00 Uhr  Profil anzeigen
Vielen Dank für die vielen Ansichten zur Konsequenz. Es gibt einiges, wo es sich lohnt darüber nachzudenken.

siby, ich glaube du hast etwas ganz wichtiges gesagt. Was ist mir wichtig. Und diejenigen Sachen, die mir wirklich am Herzen liegen, haben meine beiden Söhne absolut im Griff!

Ja, velofahrer, da hast du recht. Man sollte viel öfters "cool" bleiben. Momentan denke ich, dass dies mein Hauptproblem ist und nicht die "konsequent sein"!

@joja - es gibt immer solche, die einfach stänkern wollen. In meinem Beitrag bist das du und damit kann ich leben. Wenn jeder, der hier nach Rat fragt inkonsequent wäre, gäbe es überhaupt keine konsequenten Mütter. Denn wer hat nicht schon mal um Rat gefragt? Ich habe um Rat gefragt, betreffend meines Jobs. Aber deshalb bin ich noch lange nicht inkonsequent. Ich habe eine Entscheidung getroffen und halte diese ein. Würde ich sie nicht einhalten und vor Dezember schriftlich kündigen, dann wäre ich inkonsequent!

Forum verlassen und wieder gekommen! Das ist so. Ich hatte das Gefühl, dass ich Abstand brauche von allem und jedem. Habe aber schnell gemerkt, dass es das nicht sein kann. Weil es hier viele liebe Menschen gibt - einige kenne ich sogar schon persönlich - bin ich zurück gekommen. Die erste Entscheidung - zu gehen - war eine Fehlentscheidung. Dazu kann ich stehen. Ich bin ein Mensch und ich habe NIE behauptet, dass ich keine Fehler mache. Ich mache viele. Hatte aber noch nie ein Problem damit diese einzusehen.

Konsequent sein, heisst für mich nicht Stur sein. Konsequent sein heisst nicht, dass man einen Fehler, den man eingesehen hat, nicht korrigieren darf. Denn das wäre Stur! Ich glaube, dass du da etwas verwechselst.

@leni - danke! Joja kennt meine Situation wirklich nicht. Sie wird wohl kaum wissen, wie schwierig es ist, zwei Kinder zu erziehen und eines davon unheilbar krank.

Weisst du joja, du schreibst schon wieder, dass man bei einem kranken Kind nachgiebiger ist und das später nicht korrigieren kann. Ich sage dir gerne nochmals: Es geht vorallem um mein gesundes Kind. Du sagst auch, dass es keine Rolle spielt, ob ein Kind krank oder gesund ist.
Mich würde doch schon sehr interessieren, wie du ein Kind, dessen linke Hirnhälfte Ablagerungen aufzeigen und deshalb praktisch nicht mehr funktioniert, erziehen willst! Ein Kind, dessen zentrales Nervensystem angegriffen ist. Ein Kind, dem du jetzt etwas sagst und in 5 min. hat es das vergessen. Ein Kind erziehen, dass nach einer "Tat" zwei Minuten später, wenn's um's bestrafen geht bzw. ums konsequent sein, nicht mehr weiss was es getan hat.
Ein Kind erziehen, dass seine Umgebung aufgrund der Erkrankung nicht wahrnehmen kann, ist praktisch ein Ding der Unmöglichkeit.

Aber ich bin es mir gewohnt. Gerade "sture" Leute wie du, machen uns das Leben schwer. Diejenigen, die sich nicht vorstellen können, dass man mit Sturheit nichts erreicht. Leute, die keine Fehler einsehen können. Leute, die sich an Vorschriften halten, auch wenn diese aufgrund vieler Tatsachen gar nicht einzuhalten sind.

Joja, ich wünsche dir von Herzen, dass du nie eine solche Erfahrung machen musst. Du würdest mit deiner Einstellung daran zerbrechen.

Ich muss lernen, damit umzugehen und ich darf mich glücklich schätzen, dass ich nur konsequent und nicht stur bin und dass ich die Fähigkeit besitze, einen Fehler einzusehen und diesen zu korrigieren.

Einige Ansichten über "konsequent" habe ich gespeichert und werde sie bei meinem jüngeren Sohn einfliessen lassen. Für dich, joja, wäre das nun wahrscheinlich inkonsequent. Für mich ist es einfach nur eine Möglichkeit, mich zu verbessern!
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Samantha_80


1200 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  10:07:51 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: siby

Ich muss nun auch noch mal etwas dazu sagen.

Wir als Eltern müssen uns doch auch zuerst die Frage stellen, was will ich unbedingt von meinem Kind.


Da kann ich Dir nur recht geben Siby!!!

Ich finde das "anbinden" nicht so tragisch Rapunzel, wobei ich es wohl eher, glaube ich jedenfalls, nicht gemacht hätte. Obwohl, woher soll ich wissen, wie ich reagiert hätte, war ja nicht dabei

Ich finde einfach wichtig, dass man versucht, eine Linie durchzuziehen. Also wenn ich meiner Tochter sage, dass sie einmal im Monat sich am Kiosk ein Heftli aussuchen darf (sie kriegt ja noch das Panda-Club-Heftli, den Spick, und Ihr Pferdemagazin direkt nach hause), dann bleibt das auch bei einmal im Monat, und zwar ohne Ausnahme. Oder beim Einkaufen hat unsere Tochter ein Weilchen lang immer gestürmt: Oh ich möchte dies und das (nicht Esswaren natürlich, sondern Spielzeug oder Dekorationsmaterial). Da diese Regale marktstrategisch so geschickt aufgestellt sind, dass man auf dem Weg zur Kasse ja da durch muss, also haben wir angefangen, am Donnerstag Abend nach dem Arbeiten einkaufen zu gehen, während die Kleine noch vom Kindermädchen betreut wurde. Das hat sie dann gleich bemerkt und gefragt, ob sie das nächste Mal wieder mitkommen kann. Nach 3 Wochen liessen wir sie wieder mitkommen, mit ganz klaren Ansagen: Es wird nicht gestürmt, wir kaufen Lebensmittel und Toilettenartikel und NICHTS anderes.

Seither gibt es keine solchen Diskussionen mehr Das ist jetzt wohl wenig hilfreich, aber ich sende es trotzdem ab

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute, Orphan. Du kriegst das schon hin. Vielleicht braucht es auch nur ein bisschen Zeit... und Geduld

LG Samantha

Bearbeitet von: Samantha_80 am: 20.08.2008 10:08:33 Uhr
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joja

Schweiz
109 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  10:12:27 Uhr  Profil anzeigen
orphan.
Ich bin überhaupt nicht stur und ich finde es ehrlich gesagt,eine Frechheit,wenn du mir so etwas unterstellst.
Auch kann ich mir sehr gut vorstellen,wie es ist,ein behindertes Kind groszuziehen.
Ich hatte in meinem Umfeld auch ein behindertes Kind und hatte weder berührungsängste noch irgendwelche Vorurteile!
Ich bin mit meinem dritten Kind schwanger und würde nie auf die Idee kommen,aus irgendwelchem Grund das Kind abzutreiben,wenn ich von einer Behinderung erfahren würde.
Ich denke,das ich bei diesem Thema sehr viel tolleranter bin,als manch andere Personen.
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Velofahrer


311 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  10:12:52 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Helmi47
Die Herdplattengeschichte ist hingegen wohl ziemlich bekannt inzwischen...


Ich habe auch nicht damit gerechnet, dass ich mit dieser als Beispiel gedachter Antwort eine neue "Weltsensation" verkünde...
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  10:35:04 Uhr  Profil anzeigen
Ach joja, umso schlimmer. Dann solltest gerade du wissen wovon ich rede. Wer Austeilen kann, muss auch Einstecken können. Von der Toleranz habe ich nichts gespürt.
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schmätterling


250 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  10:58:49 Uhr  Profil anzeigen
Warum muss man bei so vielen Themen in diesem Forum fast immer persönlich werden? Ich habe so einfach keinen Spass mitzuschreiben, wenn dann am Ende nur noch über einander hergefallen wird!
Lässt doch Meinungen einfach so stehen, wenn es nicht der Wahrheit entspricht und versucht mit etwas mehr Diplomatie zu komunizieren. Das letzte was Irgendeiner hier gebrauchen kann sind Vorwürfe! Es geht in jedem Beitrag um Tips und eigene Erfahrungen die man für den der die Frage stellt einbringen kann nicht um Streitgespräche!

Ist mir bei diesem Beitrag auch wieder aufgefallen und ich musste dies nun einfach loswerden! Werde es auch im Ventil noch unterbringen.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  11:21:32 Uhr  Profil anzeigen
Kann dich verstehen Schmätterling. Mir geht es auch so.

Ich sehe es inzwischen anders. Wer sich über ein Streitgespräch aufregt, soll es doch einfach ingnorieren. Wenn ich angegriffen werde, verteidige ich mich. Sehe nicht ein, weshalb ich es einfach unkomentiert lassen soll. Jeder darf seine Meinung sagen!

Was ich damit sagen will, mich nervt nun nicht unbedingt die Sache zwischen Joja und mir sondern, dass sich jemand, der gar nicht beteiligt ist, so aufregt und verlangt, dass wir unsere Meinung nicht sagen dürfen.

Ich hab's nicht persönlich genommen. Und wer den Beitrag genau gelesen hat, hat auch gemerkt, dass es mir um's Thema "konsequent" ging und nicht um Tipps, wie ich mit der Situation mit meinen Jungs umgehen soll!

Joja hat das nicht verstanden. Mein Beitrag war wohl nicht gerade gut Formuliert. Mein Fehler.
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Frosch

Schweiz
2046 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  11:26:00 Uhr  Profil anzeigen
Meine Kinder müssen nicht immer alles aufessen.
Und wenn sie neugierig sind und was probieren wollen, klasse.
Wenn sich meine Tochter auf Biegen und Brechen durchsetzen muss, eben Milchreis haben , muss und vorher uns beiden klar war das er ihr nicht schmeckt und mir auch nicht, dann wird er gegessen.
Zumal das in einer Zeit war in der mir jeder Cent gefehlt hat und ich nicht einsehe das sie mit ach, schmeckt doch nicht, so durchkommt.

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Avantasia

Schweiz
16 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  11:35:34 Uhr  Profil anzeigen
Machen wir auch so wie Du, aber die Konsequenz wird schon im Auto angegeben. Wenn sie sich so wie Furien benehmen, gehn wir gleich wieder.
Grosseinkauf mach ich nur in Zentren in welchen ich die Kinder auch abgeben kann. Das ist für den Einkaufstress, die Belohnung! :)
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blaubaer


286 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  11:59:11 Uhr  Profil anzeigen
Ja unicorn.Wann willst du den anfangen die Kinder zu erziehen!Wenn sie 10 Jahre alt sind.Ich glaube dann ist es zu spät.und du bist doch sicher schon mal in einem Einkaufcenter gewesen und hast die Gesichter der Leute gesehen.wenn eine Mutter erlaubt ein Kind lauthals schreien zu lassen.da bekommst du dann schnell worte wie Rabenmutter,nicht fähig ein Kind zu erziehen zu hören.und ich habe in vielen Beiträgen das Wort Konsequenz gelesen.begrüsse ich sehr muss aber auch so durchgezogen werden.
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:22:37 Uhr  Profil anzeigen
@avantasia - die nehmen mein Junge noch nicht im Kinderparadis. Die müssen 3 Jahre alt sein. Vorher geht gar nichts!
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orphan

Schweiz
1730 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:27:33 Uhr  Profil anzeigen
@blaubaer - ich glaube Unicorn hat einfach gemeint, dass du ein Kind nicht mit - deine Worte: "wie wärs mal mit abends kein fernsehen,sackgeld kürzen,hausarest, haushaltarbeiten" bestrafen kannst, wenn es das gar nie bekommt!

Meine Kinder bekommen noch kein Sackgeld - wie soll ich es kürzen?!? Meine Kinder schauen abends kein Fernseh - wie soll ich es also verbieten! Meine Kinder verlassen das Haus nicht alleine - was bringt da Hausarrest?!? Soll ich mich selber bestrafen?!?

Das hat Unicorn gemeint mit sinnlosen Bestrafungen für kleine Kinder. Klar, muss man die Kinder von Anfang an erziehen und nicht erst, wenn sie zur Schule gehen. Aber deine Beispiele eignen sich wohl eher für Schulkinder!
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:38:13 Uhr  Profil anzeigen
@blaubär Die Kinder sollen von anfang an erzogen werden. Das es gar nicht so weit kommt! Mit Strafen wie Fernsehverbot,Hausarrest usw. welche gar nicht in zusammenhang miteinander
stehen ist absolut sinnlos.
Mal ganz davon abgesehen kennst du den Spruch "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr"?
Weißt du erziehen bedeutet, die Kinder zu lehren. Nervenzellen müssen aktiviert werden, und das von klein auf.
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Juma

Schweiz
192 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:38:46 Uhr  Profil anzeigen
blaubaer: ... und du bist doch sicher schon mal in einem Einkaufcenter gewesen und hast die Gesichter der Leute gesehen. wenn eine Mutter erlaubt ein Kind lauthals schreien zu lassen.da bekommst du dann schnell worte wie Rabenmutter,nicht fähig ein Kind zu erziehen zu hören. ...

Ich glaube kaum, dass es überhaupt eine Mutter gibt, die es den Kindern erlaubt, lauthals zu schreien...

sie kann einfach nichts dagegen tun. oder soll sie die Kinder knebeln?

ich war gestern einkaufen. Dann war da eine Mutter mit drei kleinen Kindern. Zwei davon haben geschrien was das Zeug hält, und das die ganze Zeit über. Die Mutter hat es ihnen natürlich nicht erlaubt, sie sagte mehrmals, jetzt sollen sie aufhören etc. Blicke von anderen Leuten sind mir dabei nicht aufgefallen. Lediglich ein älteres Ehepaar hat gelächelt und gesagt, so schlimm wären nicht mal ihre Kinder gewesen. Aber sie haben dabei gelächelt und keineswegs böse Blicke ausgetauscht.

Ich glaube zu wissen, dass Leute, die sich über Kindergeschrei etc. aufregen, selber total gestresst sind und/oder frustriert. Jedenfalls ist mir das aufgefallen.
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:41:31 Uhr  Profil anzeigen
Danke Orphan. :o)
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blaubaer


286 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:45:54 Uhr  Profil anzeigen
Unicorn:wann willst du den anfangen die kinder zu erziehen.wenn sie 10 jahre alt sind.ich glaube dann ist es zu spät.und kinder im alter von 2 bis 4 jahren schauen sehr viel fern(KiKa nickelodeon usw.und hast du schon mal in einem einkaufscenter die leute gehört wenn eine mutter sich erlaubt ihr kind schreihen zu lassen.da sind wörter wie rabenmutter,unfähig ein kind zu erziehen an der tagesordnung.und konsequenz heist etwas durchzuziehen ohne wen und aber.
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blaubaer


286 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:50:43 Uhr  Profil anzeigen
Entschuldigung das der fast gleiche Beitrag Zwei mal erscheint bin warscheinlich mit mir selbst auch nicht Konsequent.
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Unicorn

Schweiz
245 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  12:55:03 Uhr  Profil anzeigen
sag mal blaubär hast du eigentlich genau gelesen was ich geschrieben habe?
Und was hat Rabenmutter mit einem schreiendem Kind zu tun? So etwas sagen Leute die keine Ahnung haben was Eltern sein bedeutet. Und wenn ein Kind im Einkaufszentrum schreit, so what, weißt du was die Eltern gerade mit dem Kind machen? Vielleicht erziehen sie es ja gerade??!!
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Samantha_80


1200 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:01:59 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: blaubaer

und kinder im alter von 2 bis 4 jahren schauen sehr viel fern(KiKa nickelodeon usw.


Blaubär, verstehe ich richtig, dass Du sagen möchtest dass Kinder von 2-4 Jahren sehr viel fernsehen?

Ich finde das für die Kinder gar nicht gut. Erziehung durch den Fernseher ist gang und gäbe, weil sich dann die Eltern nicht mit den Kids beschäftigen müssen, aber ich finde es total daneben. Meine Tochter hat bis ca. 5 Jahre so gut wie gar kein Fernsehen geschaut. Wir waren, als sie 4 Jahre alt war im Kino und haben Winnieh the Pooh angeschaut. Ca ein Jahr später bekam sie dann drei DVD's vom Winnie geschenkt, welche sie ab und zu (max. einmal pro Monat) schauen durfte. Inzwischen hat sie gar keine Zeit mehr zum fernsehen, weil sie dauernd etwas los hat. Und am Wochenende machen wir lieber Spiele zusammen, als fern zu sehen. Dafür gehen wir ca. 1 mal im Monat ins Kino einen Kinderfilm gucken. Und wenn keiner kommt, dann gibts halt auch kein Kino. Ich denke nicht, dass sie es vermisst. Letztens durfte sie an einem verregneten Samstag einen Film über Delfine gucken. Danach hat sie selber abgestellt und ging ihr Buch weiterlesen.

Fernsehen macht dumm weil es falsche Wertschätzungen begünstigt und das Gehirn manipuliert!

LG Samantha
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blaubaer


286 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:03:19 Uhr  Profil anzeigen
Unicorn ich habe nie Geschrieben was Hänschen nicht lernt,lernt hans nimmermehr.meine enkelkinder 2 und 5 bekommen sachgeld so habe ich es auch mit meinen kindern gamacht.und es ist toll zuzusehen wie ein kleines kind mit seinem sackgeld seinen lutscher oder kaugummi selber bezahlt.nur so werden kinder zu bewussten kindern wenn sie früh den wert des geldes erfahren. von unseren vier enkelkinder hat (2 bis 16 jahren)hat dank dem keine schulden zb händy usw
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Velofahrer


311 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:05:04 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Avantasia

Machen wir auch so wie Du, aber die Konsequenz wird schon im Auto angegeben. Wenn sie sich so wie Furien benehmen, gehn wir gleich wieder.
Grosseinkauf mach ich nur in Zentren in welchen ich die Kinder auch abgeben kann. Das ist für den Einkaufstress, die Belohnung! :)


Hmmm... ich habe lange darüber nachgedacht ob ich dazu etwas sagen soll. (Denn ich möchte dich ja nicht persönlich angreifen).

Ich bin der Ansicht, so eine Konsequenz (Konsequenz im Auto schon angeben, bzw. "Androhungen" von Konsequenzen schon bevor die Kinder überhaupt etwas gemacht haben) ein negatives Verhalten der "Furien" heraufbeschwören könnten. Warum ist dem so? Es ist einfach ungerecht und die Kinder spüren es und darum verhalten Sie sich dann genau so wie man es nicht haben wollte.

Wenn die "lieben" Kinderchen ja noch gar nichts gemacht haben, warum also schon mit Konsequenzen drohen, obwohl noch gar nichts geschehen ist? Vermutlich werden jetzt einige Argumentieren: "aber die Erfahrung gibt uns Recht, es ist jedes mal ein Affentheater" also werden Konsequenzen schon mal auf Vorrat angedroht. Das wäre doch gar nicht nötig! Viel besser ist doch dem Kind die Konsequenzen aufzuzeigen, wenn es dann wirklich so weit ist und es schon zur "Furie" mutiert ist. Der Lerneffekt ist dann grösser...
Ein Kind muss nicht unbedingt schon im voraus wissen was die Konsequenz ist, sofern das was es "anstellt" nicht wirklich Lebensbedrohlich ist. Ein Fehler welche viele Eltern machen ist, sie wollen die Freunde ihre Kinder sein (sie sollen aber bitte schön nicht nerven) und darum wird schon mal im voraus angekündigt was die Konsequenzen sein könnten. Das Kind will aber gar nicht der Freund der Mutter (oder des Vaters) sein, also wird unweigerlich den/die "Grenztester(in)" im Kinde geweckt und schon haben die Eltern den Salat. In einigen Fällen, werden dann die angedrohten Konsequenzen auch nicht wirklich konsequent durchgezogen. (Weil die Kinder ja fälschlicherweise als Partner angesehen werden und nicht als Kind).
Es wird aber zugegeben schwierig, dieses Verhalten (der Erwachsenen) von heute auf morgen "abzuschalten" und in ein anderes Verhaltensmuster überzugehen, wenn man sich als Eltern schon jahrelang so verhalten hat.

Nur meine 20 Rappen....
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neela

Schweiz
1151 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:19:39 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: joja

orphan.
Ich bin überhaupt nicht stur und ich finde es ehrlich gesagt,eine Frechheit,wenn du mir so etwas unterstellst.
Auch kann ich mir sehr gut vorstellen,wie es ist,ein behindertes Kind groszuziehen.
Ich hatte in meinem Umfeld auch ein behindertes Kind und hatte weder berührungsängste noch irgendwelche Vorurteile!
Ich bin mit meinem dritten Kind schwanger und würde nie auf die Idee kommen,aus irgendwelchem Grund das Kind abzutreiben,wenn ich von einer Behinderung erfahren würde.
Ich denke,das ich bei diesem Thema sehr viel tolleranter bin,als manch andere Personen.


@ joja

Ich glaube nicht, dass man WEISS wie es ist ein behindertes Kind grosszuziehen, nur weil man dies bei Bekannten beobachtet. Man kann es höchstes ein wenig ERAHNEN was dazu alles gehört, aber mehr geht nicht, denn es ist immer etwas anderes wenn man selber in einer solchen Situation steckt. Jemand hat bei einem anderen Thema einmal ein Sprichwort zitiert, das mir nie mehr aus dem Kopf geht:
"Um einen Menschen ganz verstehen zu können, muss man eine Zeit lang in seinen Mokassins gegangen sein.”
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Juma

Schweiz
192 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:30:43 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Samantha_80

Fernsehen macht dumm weil es falsche Wertschätzungen begünstigt und das Gehirn manipuliert!

LG Samantha


Liebe Samantha. Wie recht du doch hast. ich erlaube mir eine kurze Ergänzung zu dieser Sache. Ich habe das aus einem Bericht kopiert. Ich finde den Bericht noch recht gut zum Nachdenken. Aber dies hier nur ein kleiner Ausschnitt:

Nicht selten sitzen Erwachsene vor dem Fernseher und weinen, weil der Film so traurig ist. Obwohl sie genau wissen, dass die Handlung meist frei erfunden ist, sind sie trotzdem derartig innerlich gerührt und mitgenommen. Wie sollen dann Kinder das Gesehene einschätzten können? Für sie ist es Realität.

Darum sitzen selbst die unruhigsten Kinder meist wie festgenagelt vor TV, Computer oder Videospiel. Dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn nach vielen Jahren der Dauerberieselung mit immer brutaleren Filmen und interaktiven Gewalt-Video-Spielen die Verrohung und das Abstumpfen unserer Kinder und Jugendlicher ständig zunehmen.

Ganz "normale" Video-Spiele werden z.Bsp. vom amerikanischen Militär für die Ausbildung von Rekruten eingesetzt. Diese Praxis resultiert u.a. aus der Erkenntnis, dass z.B. im Zweiten Weltkrieg nur 15% aller Soldaten bereit gewesen waren, auf ihre Gegner zu schießen. Durch "Spiele" wird diese natürliche Hemmschwelle abgebaut.


„Für mich geht die stärkste Gefahr heute vom Fernsehen aus“, stellt der Schriftsteller und Philosoph Prof. Dr. Umberto Eco fest. „Diese Gefahr beginnt schon bei dem Moderator, der nur Leute befragt, die verrückte und perverse Thesen vertreten. Dem Zuschauer wird suggeriert, dass die Perversion das Normale ist. (...) Fest steht, dass das Fernsehen die Macht des Wortes und damit auch die Moral verändert hat."
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blaubaer


286 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:36:02 Uhr  Profil anzeigen
Samantha 80 wir gehen ja auch einkaufen.und haben keinen kophörer im ohr laufen auch nicht mit verbundenen augen durch die gegend.aber wir sehen es ja jeden tag die mütter haben einen riesen stress, sie versuchen das kind mit allen möglichen mitteln das kind zu besänftigen.gelingt selten.und zwischen den gestellen hört man die bereits erwähnten worte.ich schreibe nicht das alle kinder fernsehen und der spruch fernsehen mach dumm lasse ich nicht zu ich kenne sehr viele familien wegen ihren finanzielen verhältnissen müssen beide arbeiten kommen am abend abgekrampft nach hause und dann kommen die kinder und wollen auch noch ihre eltern geniessen was aber in vielen fällen wegen dem stress nicht möglich ist was ist da das beste man setzt die kinder vor denn fernseher um entlich ein bisschen ruhe zu haben.ich gratuliere euch das ihr das nicht haben müsst.aber es ist nun mal die realität.ich weiss auch das das ein teufelskreis ist.aus dem viele nicht mehr heraus kommen und wenn ihr mir dieses wissen absprechen wollt dann schaut ihr an der tatsache vorbei das es leider doch so ist.und das ihr lieben mütter dankbar sein müsst das ihr eure kinder zu hause erziehen könnt,und bitte dreht mir bitte nicht wieder die worte im mund herum.
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Samantha_80


1200 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:38:13 Uhr  Profil anzeigen
@juma

Danke für Deine Zustimmung und den interessanten Beitrag!! Hab ich mit Interesse gelesen, hab etwas ähnliches kürzlich im Time Mag' gelesen.

Der Hammer ist ja, dass teilweise 6, 7 jährige Kinder schon Batman, Chackie Chan und Spiderman und so gucken dürfen. Wundert mich nicht, wenn sie sich dann in der Schule prügeln, oder allgemein gewalttätig werden (siehe Beispiel von 2 Vierzehnjährigen, die eine Dame halb tot geprügelt haben, weil sie sie gebeten hat, in dem Wartesaal auf dem Bahnhof nicht zu rauchen....).

Sorry Orphan, gehört nicht zum Thema, ich wollte dies aber mal anfügen, wenn wir gerade schon beim Fernsehen sind ;-)

LG Samantha
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schmätterling


250 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:41:13 Uhr  Profil anzeigen
Ich meine nicht, dass man sich nicht wehren darf wenn man angegriffen wird, sondern, warum muss jemand einen anderen angreifen?

Ein Streitgespräch ignorieren fällt mir schwer, wenn ich in einem Beitrag mitschreibe und ich sehe, dass das Ziel des Beitrages verfehlt wird...

So ich verfehle hiermit auch den eigentlichen Sinn deines Beitrages und lass dies nun so stehen… Kann ja im Ventil vielleicht noch mehr darüber erfahren wie die Meinungen dazu stehen.

Nette Grüsse Schmätterling
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neela

Schweiz
1151 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:43:19 Uhr  Profil anzeigen
Fernsehen muss ja nicht immer nur schlecht sein für die Kinder. Aber die Eltern sollten sich wenigstens die Zeit nehmen zu entscheiden was geschaut wird und was nicht und auch wie lange! Ich glaube dort liegt der Hund begraben, denn viele Kinder schauen dann einfach mal das was gleich läuft und immer mehr sind es leider Sachen, die wirklich zum Teil sehr gewalttätig sind.
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Frosch

Schweiz
2046 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:45:02 Uhr  Profil anzeigen
Ich denke es ist auch wichtig das man sich vorher mal grundsätzlich klar macht wo und was ist mir ganz wichtig.
Wir haben das mal aufgeschrieben:
- ums Zähneputzen kommt kein Kind herum
- gegessen wird am Tisch und zwar ordentlich
- wenn wir draussen unterwegs sind wird sich nicht aufgeführt wie blöd
(z.B. in der Stadt, beim Einkaufen,...)
- keinem wird wehgetan, niemand wird beleidigt
- jeder lässt jeden ausreden
- um 20.00 ist Feierabend, in den Ferien un am Samstag darf noch im Zimmer bis 20.30
gespielt werden

das war gültig ab dem Moment wo es auch realistisch war, bei einem 8 Monate altem Baby ists schliesslich Blödsinn.
Aber wenn sowas von Anfang an gilt, ist es nicht soooo schwer das auch durchzusetzen, bzw. das Durchsetzen entfällt und es bleibt beim dran erinnern.

Jedes neue Tageskind braucht eine ganz Weile bis sich diese Regeln einschleifen und es brauch dann auch entsprechend Geduld immer und immer wieder zu sagen, nein der Apfel bleibt da, du rennst mit dem Apfel nicht rum, beim Essen sitzen wir am Tisch und gepantscht wird auch nicht,....

Jeder hat doch so seine Schwerpunte bei denen er konsequent ist und Sachen wo es ihm nicht so wichtig ist. Meinen Vater macht es rasend wenn meine Kinder ihm widersprechen, ich kann das eine ganze Weile hinnehmen, ausser es ist nur Blödsinn gequake nur um des Dagegenreden willens.
Mich stöhrt es nicht wenn meine Kinder in unserem Bett Purzelbäume schlagen, meine Mutter kriegt schon einen Anfall wenn sie nur daran denkt.
Ein paar mir persönlich wichtige Regeln finde ich wichtig und die werden auch eingehalten, auch wenns manchmal schon an Machtproben grenzt.

Allerdings respektiere ich auch Regeln die meine Kinder aufgestellt haben:
Die Grosse erwartet das ich von ihren Schreibtischschüben die Finger lasse und niemand in ihr Bett darf - auch kein Tageskind.
Die Kleine legt Wert darauf das niemand an ihre Bastalsachen geht und 3 Kuscheltiere darf auch niemand anfassen.
Das respektiere ich und achte darauf das es auch von anderen respektiert wird.
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Samantha_80


1200 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  13:52:07 Uhr  Profil anzeigen
@blaubär

Ich arbeit ca. von 07:30 bis 18 Uhr jeden Tag, mein Mann ca. 8-9h pro Tag. Wir sind beide fertig und abgekrampft, weil wir anspruchsvolle, aber interessante Berufe haben. Unsere Tochter wird tagsüber von einem kompetenten Kindermädchen (nicht Au Pair, nicht Praktikantin!!!!) betreut, und Abends sorgen wir selbstverständlich selber für sie. Ich koche das Abendessen wenn ich nach hause komme, meistens fällt noch Wäsche oder etwas Putzarbeit an. Meine Tochter ist dann meistens bei mir oder meinem Mann (der Abends noch Büroarbeiten machen muss/darf :-)) und erzählt von Ihrem Tag, zeigt die Hausaufgaben, Prüfungen usw. Dann essen wir, danach hab ich geschätzte 20 min um die Küche auf zu räumen und dann mache ich mit meiner Tochter ein Memory, Sagalnd, Verrücktes Labyrinth, Yatzy oder ein anderes Gesellschaftsspiel. Danach geht sie Pyjama anziehen und Zähne putzen während ich nochmals an den Haushalt gehe: Putzen, Wäsche aufhängen, Aufräumen, Katzenkistli misten usw.

Anschliessend erzähle ich ihr ein Kapitel aus einem Buch (im Moment "Momo" von Michael Ende), dann darf sie selber noch bis um 21 Uhr lesen.

Jetzt erzähle DU MIR etwas von einer Mutter die den ganzen Tag arbeiten MUSS und Abends nicht mehr fähig ist, sich um ihr Kind zu kümmern. Das ist einfach nur Quatsch!

Samantha
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Samantha_80


1200 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  14:00:49 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: neela

Fernsehen muss ja nicht immer nur schlecht sein für die Kinder. Aber die Eltern sollten sich wenigstens die Zeit nehmen zu entscheiden was geschaut wird und was nicht und auch wie lange! Ich glaube dort liegt der Hund begraben, denn viele Kinder schauen dann einfach mal das was gleich läuft und immer mehr sind es leider Sachen, die wirklich zum Teil sehr gewalttätig sind.



@neela

Super geschrieben, da hast Du natürlich recht. Ein generelles Fernsehverbot ist natürlich auch nicht gut. Mir gehts mehr um die Mütter, die die Kinder mit Fernbedienung vor die Glotze setzen am Samstag Nachmittag und sich dann nicht mehr drum kümmern, damit sie zum kaffee/Tee trinken kommen mit ihren Freundinnen (tschuldigung, Klischee, aber ich kenne einige solche Mütter!) anstelle dass z.B. alle miteinander mit den Kinder spazieren gehen.

LG Samantha
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Juma

Schweiz
192 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  14:23:03 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: blaubaer

ich kenne sehr viele familien wegen ihren finanzielen verhältnissen müssen beide arbeiten kommen am abend abgekrampft nach hause und dann kommen die kinder und wollen auch noch ihre eltern geniessen was aber in vielen fällen wegen dem stress nicht möglich ist was ist da das beste man setzt die kinder vor denn fernseher um entlich ein bisschen ruhe zu haben.


ich frage mich einfach, was können die Kinder für die "Verhältnisse" der Eltern dafür?? Ich finde nicht, dass die Kinder deswegen "einstecken" müssen. Ausserdem finde ich es traurig, dass es für diese Familien - wovon du sehr viele zu kennen glaubst - einen Stress bedeutet, mit den eigenen Kindern was zu machen. Das ist aber eine traurige Realität von der du sprichst. Ich kenne nicht sehr viele, aber genug Familien, dies es trotz finanziellen Schwierigkeiten schaffen, den Kindern "gerecht" zu werden.

Viele erachten es, gerade nach einem harten Arbeitstag, als eine willkommene Abwechslung, Bereicherung, Erholung, usw. mit den eigenen Kindern zu spielen, sich mit ihnen abzugeben!

Ich glaube eher, dass diese Familien - von denen du schreibst - einfach frustriert sind über ihr Leben, das nicht so verlaufen ist, wie sie es sich einst vorgestellt haben. Sie sind frustriert, dass sie beide krampfen müssen, um durchzukommen, also ihn ihren Augen eigentlich nicht so ein "schönes" Leben haben. Dann wollen sie am Abend sich vom Fernseher berieseln lassen. Statt sich mit der Realität abzugeben. Die Kinder haben aber noch ne menge Lebensfreude, die Eltern sollten sich von ihnen anstecken lassen
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Samantha_80


1200 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  14:54:26 Uhr  Profil anzeigen
Danke, Juma,

Ich finde, rein moralisch gesehen, MUSS man ja Abends die Zeit zu hause mit den Kinder verbringen, auch wenn man den ganzen Tag arbeitet, oder eben, gerade wenn man den ganzen Tag arbeitet. Für was hat man denn Kinder? Um sie abzugeben, vor den Fernseher zu setzen, damit man mal "Ruhe" (????) hat? Das ist absolut daneben.

Meine Tochter hilft abends oft (freiwillig!) etwas mit, z.B. hilft sie die Wäsche zu sortieren oder trocknet das Geschirr ab. Ohne dass sie muss, sonst würde ich es nämlich machen. Aber das ist für uns DIE Zeit für einen kleinen Schwatz, einen kleinen Gedankenaustausch, einfach zum "Familie sein". Wo bleibt denn die Familie, der Zusammenhalt, wenn man Abends, um Ruhe zu haben, die Kinder vor den Fernseher setzt?

Solche Leute sollten sich vielleicht vorher überlegen, ob sie überhaupt die Verantwortung (finanziell, physisch, psychisch) für Kinder übernehmen können, bevor sie welche auf die Welt stellen!!

Samantha
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schmätterling


250 Beiträge

Erstellt  am: 20.08.2008 :  15:16:42 Uhr  Profil anzeigen
@ Velofahrer
Da hat wohl jemand auch das Buch von Michael Winterhoff gelesen , oder irre ich mich da?
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Mondstern

Schweiz
3213 Beiträge

Erstellt  am: 21.08.2008 :  11:34:43 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Orphan,

das ist ein gutes Thema dass Du hier aufgegriffen hast.
Eines vorweg....ich bin KEINE super Mami!

Im Gegenteil, manchmal denke ich dass ich total schlecht bin. Es ist in meiner Situation nicht einfach, Job, Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bringen. Und obwohl mein Ex Mann und ich bezgl. den Kindern eine klar Aufteilung haben, plagt mich oft das schlechte Gewissen. Vor allem dann, wenn ich meine "Freitage" habe und dann ein paar Tage nur telefonisch mit den Kindern Kontakt habe.
Es gibt nicht schöneres, wenn ich nach ein paar Tagen Arbeit, nach Hause komme und endlich wieder meine Kids in die Arme schliessen kann.
Es war nicht nur für meine Kinder eine riesen Umstellung, mit der Scheidung etc. auch für mich. Ich war 10 Jahre lang Tag und Nacht für die Kinder da, ich hatte ja keine Zeit für mich. Jetzt habe ich sie plötzlich und kann sie doch nicht immer geniessen, weil ich meine Kids vermisse.

Ja ich geb es zu, manchmal fehlt das Vetrauen zu meinem Ex Mann, dass er alles auf die Reihe kriegt mit den Kindern.

Grundsätzlich kann ich sagen dass ich sicher weniger Konsequent mit den Kindern bin als mein Ex Mann. Wir haben einfach unterschiedliche Erziehungsarten. Mein Ex Mann ist eher der Typ, der sehr streng ist, sehr laut spricht, sehr böse schaut wenn die Kinder nicht hören wollen.

Ich bin eher so dass ich vielleicht auch mal was androhe und es dann nicht durchziehe. Bei mir kommt es einfach auch auf die Tagesform darauf an wie ich reagiere. Dann kommt es auch darauf an um welches Thema es geht. Es gibt Themen wie Schule etc wo ich wirklich sehr konsequent bin.

Mit dem einkaufen war das früher auch so. Ich habe da ich kein Auto habe, jeweils für zwei Wochen eingekauft und mein Ex Mann holte mich dann am Abend ab bei der Migros. Die Kinder wussten genau, wenn sie nicht hören wollen während dem einkaufen, dann müssen sie zuschauen wenn wir anschliessend in der Bäckerei sitzen und was trinken, während wir auf den Papi warteten.
Die eine oder andere musste dann tatsächlich jeweils zuschauen, was sie dann überhaupt nicht lustig fanden. Aber es hat echt gewirkt.

Manchmal sind es kleine Dinge die wirken. Da meine schon grösser sind, sind natürlich Sackgeldentzug, früher als die anderen ins Bett, kein Fernsehen oder nicht mit Kollegen abmachen ein wirksames Mittel.

Ja manchmal kommen mir einige Mütter hier als die perfekten Supermütter rüber. Doch ich denke wenn man näher hinschaut, ist es auch nicht immer so. Schlussendlich muss es für uns selber stimmen und es kann durchaus für die eine Mutter was perfekt sein, was für andere nicht so ist. Das liegt im Auge des Betrachters!

Bearbeitet von: Mondstern am: 21.08.2008 11:51:45 Uhr
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Samantha_80


1200 Beiträge

Erstellt  am: 21.08.2008 :  11:52:43 Uhr  Profil anzeigen
Ich glaube eine "Super-Mutter" gibt es gar nicht. Jede Mutter macht mal Fehler, aber solange man es merkt, und daraus lernt (ob für's nächste Mal oder wann auch immer ;-)), ist das auch ok. Meine Mutter sagte immer so schön: "Es ist im Leben nicht das Ziel, sondern der Weg dahin, der zählt." Von wem sie das hat, weiss ich nicht, aber der hat auf jeden Fall recht!

Ach ja, Mondstern: Ich schulde Dir noch etwas, Du bekommst die Antwort am Wochenende!

LG Samantha
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 21.08.2008 :  13:14:29 Uhr  Profil anzeigen
Ehrlich gesagt macht es mir momentan gar nicht wirklich Spass, hier mitzuschreiben.

Aber etwas muss ich doch noch loswerden. Ich habe selber noch keine Kinder, betreue aber seit Jahren Kinder.

Ich bin über die Jahre weniger "streng" geworden, einfach möglichst konsequent, wenn es Sinn macht. Ich habe aber auch bemerkt, dass es sehr schwierig sein kann. Was tut man zum Beispiel wenn ein kleines Mädchen einfach nicht essen möchte, was man ihr auf den Tisch stellt? Naja, ich möchte eigentlich keine Antwort darauf!
Sie ist sehr klein für ihr Alter und sehr leicht. Da kann man nicht einfach denken, janu dann isst du heute halt nichts. So purzeln gute Vorsätze ganz schnell dahin und man gibt ihr dann eben einfach das was sie isst.

Mit einem kranken Kind ist es nochmals ganz anders. Das kann niemand, aber wirklich gar niemand nachempfinden der nicht genau in dieser Situation steckt. Man kann vielleicht ein bisschen was erahnen davon, aber das ist auch schon alles. Auch wenn man andere Kinder kennt, die krank sind oder eine Behinderung haben. Jedes Kind ist doch nochmals ganz anders und daher würde ich es einfach toll finden, wenn hier der Respekt vor einer Mutter die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt und dem Kind ein möglichst liebevolles Leben bietet, behält.

Ich kenne auch Mütter mit Kindern die eine Behinderung haben, trotzdem weiss ich nicht wie es ist wenn man das Kind Tag und Nacht um sich hat.

So, jetzt können die Steine wieder einmal geworfen werden.
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Helmi47

Schweiz
3074 Beiträge

Erstellt  am: 21.08.2008 :  14:18:17 Uhr  Profil anzeigen
hier hast du deinen Stein, Seeständli:



und wenn all die guten Frauen nicht mehr mitschreiben, dann mag ich bald auch nicht mehr - also sei lieb, und mach doch wieder mit. Nicht nur die Welt, auch dieses Forum braucht doch Frauen mit Verstand und Herz.

Herzlich
Helmi
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Seestärndli

Schweiz
1060 Beiträge

Erstellt  am: 21.08.2008 :  15:12:18 Uhr  Profil anzeigen
@Helmi, danke das jetzt aber gut getan. :-)Und solch schöne Steine nehme ich natürlich gerne an!
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